Feuerwehr rettet Friedhof in Triest
Jugendliche setzten österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhof in Triest ehrenamtlich instand.

Foto © FF Gössendorf
In zwei Wochen harter Arbeit haben Jugendliche der Feuerwehren Gössendorf und Möderbrugg den österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhof im Dorf Prosecco bei Triest aufwendig saniert. Unzählige im Ersten Weltkrieg gefallene Soldaten haben dort - teils in Massengräbern - ihre letzte Ruhestätte gefunden. Im Laufe der Jahrzehnte war der Friedhof mangels Pflege aber verfallen.
Das wollten die Jugendlichen im Rahmen des "Sommercamps 2012" ändern. Knapp 30 Helfer aus Möderbrugg und Gössendorf - darunter Jugendliche, Betreuer und Helfer - reisten nach Triest. Während der engagierte Nachwuchs neue Tafeln auf die 540 Gräber montierte, erneuerten Erwachsene die Friedhofsmauer. Die Materialien dafür stellten das italienische Schwarze Kreuz und der regionale Zivilschutzverband zur Verfügung. In den heißen Nachmittagsstunden durften sich die freiwilligen Helfer am Strand erholen. Zudem stand jeden Tag eine Italienischstunde auf dem Programm.
Aufgrund der Städtepartnerschaft zwischen Graz und Triest war das Friedensprojekt vor einem Jahr ins Leben gerufen worden. "In den 70er-Jahren war die Feuerwehrjugend in der Denkmalpflege sehr engagiert. Das wollten wir wieder ins Leben rufen", sagt Peter Kirchengast, Jugendbeauftragter des Landesfeuerwehrverbandes. Zuvor hatte ein Kernteam, zu dem auch Franz Thomann und Walter Eppich (Feuerwehr Gössendorf) sowie Johann Bäck und Heinz Hacker (Feuerwehr Stiwoll) gehörten, das Projekt monatelang vorbereitet. "Zukünftig wollen wir jährlich ein Sommercamp samt Sozialprojekt für die Feuerwehrjugend anbieten", so Kirchengast.










