Die Beste an der Werkbank
Schweißen und Hämmern ist längst keine reine Männer- sache mehr. Vera Freißmuth ist neue Landessiegerin beim Lehrlingswettbewerb der Karosseriebauer.

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Feine Gesichtszüge, geschmeidige Hände und zurechtgefeilte Nägel - rein äußerlich erinnert Vera Freißmuth so gar nicht an eine "Hacklerin". "Ja, ich bin ein bisschen eitel", lächelt die 18-Jährige. Dass sie in Sachen Karosseriebautechnik trotzdem die (Latz-)Hosen anhat, stellte die 18-Jährige nun beim steirischen Landeslehrlingswettbewerb unter Beweis. Überzeugen konnte sie die Jury mit einem selbstgefertigten Kotflügel. "Zuerst schneidet man das Blech zurecht, dann wird es gebörtelt", erklärt die Landessiegerin. Um eine schöne Schweißnaht zu kriegen, brauche man aber viel Erfahrung.
Wie der Papa. Die Liebe zum Schweißen und Hämmern wurden ihr dabei im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt. "Mein Vater ist auch Karosseriebauer. Ich habe ihm immer wieder dabei zugeschaut", erzählt die junge Frau. Und neben Puppen spielten die drei Geschwister, zwei Mädchen und ein Bub, im Hause Freißmuth auch gerne mit Elektroautos. Einen Lehrplatz zu finden war für die damals 15-Jährige trotzdem nicht einfach. "Vor allem Kleinbetriebe nehmen keine Frauen, weil ihnen die nötigen Sanitäranlagen fehlen", bedauert sie.
Berufsmatura. Von ihrem Weg abbringen ließ sie sich dennoch nicht: "Seit drei Jahren bin ich Lehrling bei Magna-Steyr und vor einem Jahr habe ich mit der Berufsmatura begonnen", ist die junge Frau stolz. Und auch die große, weite Welt, ist ihr nicht fern. "Wenn ich die Chance hätte, würde ich schon ein paar Monate nach England gehen." Zuvor vertritt sie aber kommenden Samstag die Steiermark beim Bundeswettbewerb in Eisenstadt.
Features
Zur Person
Vera Freißmuth wurde in Graz geboren und lebt seit acht Jahren in Eggersdorf. Nach der Volksschule besuchte sie die Hauptschule in Eggersdorf und das Polytechnikum.








