18-Jähriger verirrte sich mit Neuwagen auf Gleise
In Stübing wurde am Donnerstag ein Auto von einem Güterzug erfasst und einen Kilometer mitgeschleift. Der Lenker, ein 18-jähriger Führerscheinneuling hat den Unfall unverletzt überstanden. Der 18-Jährige konnte sich rechtzeitig aus dem Fahrzeug retten.

Foto © Landespolizeidirektion SteiermarkDer 18-jährige Lenker konnte sich rechtzeitig aus dem Fahrzeug retten
STÜBING. Fassungslos stand Marcel R. aus Graz am Bahnübergang und musste zuschauen, wie sein erst drei Monate alter Seat Leon von einer ÖBB-Lok zu Schrott zermalmt wurde. Dass der 18-Jährige selbst nur knapp heil davongekommen war, kümmerte ihn in diesem Moment anscheinend nicht.
Kurz nach Mitternacht hatte der Mechaniker, der erst seit wenigen Monaten den Führerschein besitzt, den verhängnisvollen Fehler gemacht. Zwischen Gratwein und Kleinstübing verlor er an der Kreuzung mit der Südbahn die Orientierung und fand sich plötzlich auf den Gleisen wieder. "Die Straße macht dort eine S-Kurve, die Gleise kreuzen nicht wie gewohnt im rechten Winkel. Da haben wir im Jahr ein bis zwei Autofahrer, denen das passiert", erklärt Willibald Wurzinger von der FF Kleinstübing.
Noch etwa 70 Meter rumpelte der Seat auf dem Schienenkörper dahin, bevor er beschädigt liegen blieb. Als sich die Schranken senkten, weil sich ein Güterzug mit 23 Waggons aus Süden näherte, musste sich Marcel R. schleunigst in Sicherheit bringen. Er rannte zurück zum Bahnübergang, wo er dann Augenzeuge wurde, wie der Zug sein Auto erfasste und mehr als 500 Meter weit mitschleifte.
Der Wagen (kaskoversichert) ist ein Totalschaden, musste von der Feuerwehr von den Gleisen gehoben werden. Auch die Lok wurde beschädigt, konnte aber von ÖBB-Technikern nach drei Stunden wieder flottgemacht werden.














