Verbund bestätigt 250-Mio.-Euro-Deal mit Energie Steiermark
Als "notwendige Strukturbereinigung" bezeichnete Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber den Rückzug aus der Energie Steiermark-Stromvertriebstochter Steweag-Steg (SSG) bei gleichzeitiger Abschichtung der Energie Steiermark-Anteile an der Verbund Thermal Power (VTP).

Foto © Kanizaj
Wie Anzengruber am Rande der Kraftwerkseröffnung Gössendorf am Freitag sagte, sei der saldiert 250 Mio. Euro schwere Deal von den Verbund-Gremien abgesegnet worden.
Ausständig ist noch das Plazet des Energie Steiermark-Aufsichtsrats, das für 16. Oktober avisiert ist. Konkret geht es um 34,57 Prozent der SSG, die der Verbund 2001 im Gegenzug zur Einbringung der Steg in die Steweag-Steg bekommen hatte. Umgekehrt hatte die Steweag ihre Kraftwerke beim Verbund eingebracht - ein energiepolitisch heftig diskutierter Deal, der unter "Südpol-Verträge" bekannt wurde und den Landesstromversorger (75 Prozent minus eine Aktie hält das Land, die Sperrminorität hält die französische Electricite de France, Anm.) mit einem Schlag ohne eigene Kraftwerke dastehen ließ.
Bei dem aktuellen Rückkauf geht es nur um das Netz. Im Gegenzug zum Auskauf reduzierte die Energie Steiermark ihren Anteil an der VTP von 35 auf 20 Prozent. Dass saldiert immer noch 250 Mio. Euro fließen, wurde mit den hohen Dividenden aus den SSG-Anteilen und der hohen Bewertung der SSG in den Bilanzen begründet.














