Alle Ampeln stehen auf Bunt
Die Juroren haben alle rund 38.000 Teilnehmer gesehen, bewertet und ihre Favoriten gefunden: In zwei Wochen ist es so weit und die "Floras" des 53. Blumenschmuckbewerbs werden in Semriach vergeben.

Foto © KANIZAJ, KKBei ihrer Tour durchs ganze Land sahen Juliane Weißensteiner, Gert Meister, Maria Kickmaier, Blumenkönigin Lisa Elsnegg und Ferdinand Lienhart viele blumige Besonderheiten
Das ganze Steirerland hat sich herausgeputzt: Plötzlich stehen auf Kreisverkehrsinseln blühende Pferde und mitten auf Wiesen finden sich gar Betten mit blühender Bettwäsche. Bunte Blumenampeln schmücken die sonst so tristen Straßenlaternen, alte Wasserräder und Öfen werden zu Blumenkisterln umfunktioniert, Brücken und Stiegenaufgänge mit einer vielfältigen Blütenpracht verziert. Der Grund ist natürlich der Landesblumenschmuckbewerb, der im Erzherzog-Johann-Gedenkjahr (1959) initiiert wurde und heuer bereits zum 53. Mal stattfindet.
Doch der eigentliche Hintergrund des Blumenschmuckbewerbs war ein anderer, wie Organisatorin Renate Jausner-Zotter erklärt: "Die Idee entstand in der Zeit kurz nach dem Krieg, als die Häuser im Rohbau standen und überall Schutthaufen lagen. Denn da waren Blumen ein Wahnsinn und echte Rarität. Damals hatten wir nur circa 1000 Teilnehmer in der ganzen Steiermark. Am wichtigsten war dabei allerdings der Gedanke, mit bunten Blumen als Schmuck für positive Emotionen zu sorgen."
Seit den Gründungsjahren hat sich die Teilnehmerzahl vervielfacht und der Blumenschmuckbewerb hat in der Steiermark eine Vorreiterrolle eingenommen: So verzeichnet "Die Flora 2012" auch heuer wieder - trotz der Wetterkapriolen - hohe Teilnehmerzahlen. Genauer gesagt haben sich rund 38.000 Teilnehmer im ganzen Land am Bewerb beteiligt. Aufgrund der Unwetter mussten jedoch zwei Gemeinden und mehrere Privatpersonen ihre Nennung zurückziehen.
Favoriten stehen fest
In den vergangenen Tagen hat die Jury nun ihre letzten Runden gedreht und sich neuerlich ein Bild von den Bewerbern gemacht. "Die Leute lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen. Es ist faszinierend, wenn man sieht, wie sich die Leute zusammentun, um den ganzen Ort zu dekorieren. Das sind echte Blumenfreunde!", ist sich die Jury einig.
Wie wichtig der Bewerb für einzelne sein kann, weiß auch Jausner-Zotter: "Ich habe schon erlebt, dass Teilnehmer all ihre Blumenkisten ins Haus bringen, sobald von Schlechtwetter die Rede ist, damit auch wirklich nichts passiert. Andere wiederum haben Reserve-Blumenkisten. Diese Leute leben wirklich für den Bewerb! Mit der Ehrung am 30. August wollen wir Danke sagen und die Leute, die das Land so schön geschmückt haben, würdigen. Denn jeder hat etwas davon. Und das ist der eigentliche Bewerb."














