Das Vulkanland setzt auf Getreide
In der Südoststeiermark will man verstärkt Weizen anbauen. Farina Mühlen GmbH ist der Partner.

Foto © Helmut Steiner
Seit 1998 ist der Anbau von Weizen in der Südoststeier um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Das ist einer der Gründe, die Franz Fartek, Bürgermeister von Johnsdorf-Brunn und mit Kurt Luttenberger Teamleiter, für das Projekt "Vulkanlandweizen" nennt. Ziele sind Sicherung der Eigenversorgung, Erhöhung der Vielfalt, Verbesserung des Bodens und Verminderung von Abschwemmungen in Hanglagen.
Als Partner wurde die Farina Mühlen GmbH in Raaba gewonnen, die zu Österreichs größter Mühlengruppe gehört. "Wir suchen nach regionalem Getreide. Warum also nicht Getreide für den menschlichen Verzehr hier anbauen und ein Qualitätsprodukt in die Steiermark bringen", so Geschäftsführer Bernhard Gitl. Neben Zielen wie Gestaltung des Lebensraumes und Beschaffung in der Region nennt er das ökologische Argument der Alternativfrucht zum Mais. Wichtig ist die Reduzierung der Transportkosten. Derzeit erhält Farina den Großteil des Weizen aus mindestens 150 Kilometer Entfernung. Ziel: Der Kauf ohne Zwischenhandel ermöglicht gerechte Preise für Landwirte und bietet Planungssicherheit. Der Absatz macht Gitl keine Sorgen. Die Bauernkammer ist mit im Boot. Für Obmann Peter Riedl steht fest: "Der Getreidebau muss bei uns mehr werden." Nicht zuletzt wegen der Fruchtfolgeregelung. Weil die Kulturführung schwieriger ist, als bei Mais, gibt es einen SMS-Dienst für die Bauern, die mitmachen. 40 sind es, die im Herbst auf knapp 100 Hektar erstmals Vulkanlandweizen anbauen werden. Weitere Landwirte werden gesucht.
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Bauern, die mitmachen wollen, können sich bei Michael Fend melden: Steirisches Vulkanland, Tel. (0 31 52) 82 30 13. fend@vulkanland.at.













