Saubermacher präsentierte mit neuem CEO Pirker Klimastudie
Präsentation der Klima- und Energiebilanz: Durch Recycling von Müll spart Saubermacher jährlich rund 237.000 Tonnen CO2 ein. Das entspreche in Zertifikaten gerechnet derzeit rund 3 Millionen Euro.

Foto © SaubermacherSaubermacher Vorstand Frank Dicker (COO), Umwelt-Landesrat Steiermark Johann Seitinger, Saubermacher Vorstandsvorsitzender Horst Pirker (CEO)
Horst Pirker, der neue Vorstandsvorsitzende des steirischen Abfallentsorgers Saubermacher, hatte am Mittwoch bei der Präsentation der Klima- und Energiebilanz des Unternehmens in Feldkirchen bei Graz seinen ersten Auftritt. Gründer Hans Roth präsentierte die Zahlen: Durch Recycling von Müll spart Saubermacher jährlich rund 237.000 Tonnen CO2 ein. Das entspreche in Zertifikaten gerechnet derzeit rund 3 Mio. Euro.
Der ehemalige Styria- und Red Bull Media-Chef Pirker sprach bei der Pressekonferenz nur kurz vor seinen "Kollegen" (er meinte die Journalisten, Anm.) von seiner neuen Arbeit bei Saubermacher, die für ihn "Sinn" mache. Das Wort ergriff danach aber schon wieder Studienverfasserin Michaela Heigl aus der Forschungsabteilung des Hauses Saubermacher. Die Ersparnis errechne sich durch die Analyse der Stoffströme. Das größte Stück des Kuchens mache die stoffliche und thermische Verwertung des Mülls aus: Immer weniger Abfall soll in Verbrennungsanlagen zur Wärmegewinnung abgeführt werden und als Ersatzbrennstoff für Steinkohle oder in der Zementindustrie zum Einsatz kommen.
Durch die jährliche Herstellung von Ersatzbrennstoffen aus Abfall erspare Saubermacher anderen Betrieben bei der Energiegewinnung rund 116.000 t Steinkohle - 2007 waren es noch 79.000 t. Die 237.000 t CO2, die bei der gesamten thermischen Verwertung von Abfall nicht in die Luft geblasen werden, entsprechen in etwa einer Emission einer Stadt wie Leoben. Aus dem stofflichen Recycling von Papier, Kunststoff etc. würden laut Studie zusätzlich 47 t CO2 eingespart. In der Abfallhierarchie an letzter Stelle steht die Beseitigung auf Deponien - sie soll weiter reduziert werden. 2011 seien aber immer noch 87.100 t Müll auf diese Weise entsorgt worden.
Landesrat Johann Seitinger (V) erwähnte in punkto Deponien eine neue Idee zur Energiegewinnung: Alte Müll-Lagerstätten und Abfall, der teilweise schon 50 Jahre unter der Erde vergraben liegt, sollen wieder ausgehoben und mit dem heutigen Stand der Technik verwertet werden. Pläne dafür gebe es bereits, aber frühestens in zwei Jahren könnte in kleinem Rahmen damit begonnen werden.













