Lake Festival: Guetta wollte allen gefallen
Der Pariser House-DJ David Guetta (43) bediente am Schwarzlsee am Samstag beim Lake Festival viele Genres. Einem Teil des Publikums konnte er es damit aber nicht recht machen.

Foto © FuchsDavid Guetta am Schwarzlsee
Nicht nur für 11.000 Fans in Unterpremstätten gab es beim Lake Festival Samstagnacht gehörig etwas auf die Ohren, die wummernden Bässe waren selbst noch am anderen Ende von Graz zu vernehmen. Dass man am Schwarzlsee zwischen Langos, Bier und Zuckerwatte dank 20 angereister Discjockeys wie Fedde le Grand und Armin van Buuren sein eigenes Wort kaum verstand, spielte keine Rolle: Man war gekommen, um zu tanzen, nicht um zu tratschen.
Hauptact David Guetta betrat um 0.30 Uhr die Bühne, wo sich der Pariser mit Dreitagebart und Gnackmattn bis 2.35 Uhr sichtlich wohlfühlte. Das Programm des erfolgreichsten DJs der Welt kann - je nach Geschmack - als abwechslungsreich oder aber ohne jede Linie bezeichnet werden: Pulsierenden House-Nummern folgten seine eingängigen Hits wie "Sexy Bitch", "Sweat" oder "Memories", unterbrochen von mutigen Neuinterpretationen wie des R.E.M.-Klassikers "Losing My Religion".
Erstaunlich war die Reaktion des Publikums auf Guetta: Bereits 30 Minuten nach Beginn seines Konzerts machten sich die Besucher zu Hunderten auf den Heimweg. Die Gründe dafür waren zahllos und teils widersprüchlich: Den einen war Guetta zu kommerziell, den anderen zu wenig, es gab zu wenig Getränkestände und vielen begann der Hauptact zu spät. Dass der DJ heuer nur halb so viele Fans anzog wie 2010, hatte aber einen großen Vorteil: Platz zum Tanzen hatte man reichlich.














