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Steirischer Arbeitsmarkt

Viel Mehrarbeit für mehr Arbeit

Viel Licht, aber auch ein wenig Schatten: Im Juli ging die Arbeitslosigkeit auch in der Steiermark weiter zurück, doch die Zahl offener Stellen stagniert und die Vermittlung wird schwieriger.

© APA
 

Gute Nachrichten gibt's auch für den Juli vom steirischen Arbeitsmarkt zu vermelden. Insgesamt wurden um 2000 Arbeitslose weniger registriert als im Juli des Vorjahres. Allerdings nimmt die Dynamik ab, der Abbau der Arbeitslosigkeit in der Steiermark verlangsame sich, so AMS-Chef Karl-Heinz Snobe.

"Der Stellenmarkt hat sich wieder eingependelt. Mit 5000 offenen Stellen im Juli halten wir ein durchschnittliches Niveau, auffällig positiv ist nur der Handel", so Snobe. Aus dem Einzelhandel werden mehr als 400 offene Stellen (plus 40 Prozent) gemeldet. Starken Bedarf gibt's zudem in den Bereichen der Metall- und Elektroberufe, der Zeitarbeit, der Fremdenverkehrs- und Bauberufe. "Ein Problemfeld ist hingegen der Bereich der nicht diplomierten Pflegehelfer, hier haben wir aktuell einen Überhang von 466 vorgemerkten Arbeitslosen", so Snobe. Eine Vermittlung sei hier "derzeit fast unmöglich", während diplomiertes Pflegepersonal stark nachgefragt werde.

Topf-Deckel-Dilemma

Eine zunehmende Herausforderung (das zeigen die Problemfelder Fachkräfte- und Lehrlingsmangel) liegt darin, immer die offenen Stellen mit geeigneten Arbeitssuchenden zu besetzen. Um diesem Topf-Deckel-Dilemma beizukommen, startet das AMS im Herbst ein Programm, das sich der Aktualisierung von technischen Fertigkeiten annimmt. Denn die Praxis zeigt, dass die erfolgreiche Vermittlung von Arbeitslosen oft an der nötigen Qualifikation scheitert. Gemeinsam mit Betrieben wurde erhoben, welche Anforderungen an Arbeitnehmer sich geändert haben. "Die Schulungen richten sich sowohl an bestehendes Personal in den Betrieben als auch an Arbeitssuchende", so Snobe. Die Halbwertszeit bei technischem Wissen sinke, es müsse immer schneller aktualisiert werden.

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