Entlang der MurJetzt werden die Bäume beim Augarten gefällt

Die Arbeiten für den Zentralen Speicherkanal haben den Augarten erreicht. Die Aktivisten sind fassungslos, die Holding spricht von "kleinräumigen Maßnahmen".

© Rettet die Mur
 

Dass es soweit kommen wird, war schon lange bekannt. Doch bis zuletzt kämpften Aktivisten gegen die Fällung von Bäumen entlang der Mur, wie es für den Bau von Murkraftwerk und Zentralem Speicherkanal nötig ist. Für letzteren sollen bis zu 800 Bäume fallen, wie es schon im Februar dieses Jahres hieß.

Vom Süden kommend verlaufen die Rodungen sukzessive in Richtung Norden. Am Montag wurden erste Bäume beim Augarten entfernt, das Ausmaß der Fällungen wird also immer mehr sichtbar: "Fassungslos stehen Passanten am Augartensteg und erleben direkt im Herzen der Stadt, die Zerstörung, die das 160-Millionen Projekt mit sich bringt. Auch auf Höhe des Augartens fallen nun die Bäume am Murufer. Noch bis zur Radetzkybrücke sollen die Arbeiten in der Innenstadt fortgeführt werden.", betonen die Aktivisten von "Rettet die Mur".

Foto © Rettet die Mur

Die für den Speicherkanal zuständige Holding Graz betonte in diesem Zusammenhang schon mehrmals, dass "lediglich ein schmaler Streifen an Bewuchs und im Bereich der Zufahrten und Anschlüsse kleinflächige Bereiche zu roden" sind. Und: Beim Augarten verlaufe der Kanal im Oberwasser im Murbett, sodass "nicht die ganze Böschung fallen muss". Südlich der Puntigamer Brücke bis zur Hortgasse wird allerdings die gesamte Böschung gerodet.

Foto ©

Die Arbeiten am linken Murufer dauern voraussichtlich noch bis Ende März 2018, hieß es seitens der Holding schon im September. Außerdem unterstreicht man: "Im Augarten handelt es sich um kleinräumige Maßnahmen, die vom generellen Fortschritt im Projekt abhängen".

Kommentare (8)

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Efried
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Grundwasserproblematik

Wenn nun noch mehr Kaufhäuser ihren Wärmeüberschuss in das Grundwasser kühlen und das Regenwasser durch den Kanal verschwindet wird es bald gravierendere Grundwasserprobleme in der Innenstadt geben.

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Mein Graz
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die befürworter der staustufe

sollten gezwungen werden, sich dieses "schauspiel" anzusehen.

traurig, wenn in einer stadt, in der es an allen ecken und enden an "grün" fehlt, eine solche anzahl an bäumen einem prestigeprojekt zum opfer fallen.

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nasowasaberauch
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Kaum eine Stadt ist so grün wie Graz

Teilweise leiden hier schon einige an einer verschobenen Wahrnehmnung.

Das Bauprojekte nicht unter den Wurzeln der Bäume erfolgen sollte einem auch der Hausverstand sagen.

Mehr sorgen machen mir in Graz die Luftqualität. 60.000 Pendlerautos täglich und ein Öffis Konzept, dass einen fast immer mit dem Rad schneller sein läßt als mit der BIM auf den Hauptstrecken.

Am allerbesten sind Park & Ride Analagen, die entweder defakto gar nicht angebunden oder so schlecht angebunden sind, dass man 45 Minuten braucht um in's Zentrum zu kommen, geschweige den dorthin wo man eigentlich hin will...

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Mein Graz
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@nasowas

salzburg, linz, wien und berlin standen vor der fällung der bäume für die murstaustufe im ranking für grünflächen teilweise weit vor graz.
wo graz jetzt steht, möcht ich gar nicht so genau wissen!

es geht hier ja genau um die bauprojekte: warum wird ein unrentables kraftwerk gebaut, das dann einen sauteuren speicherkanal erfordert? und wenns ums wieder aufforsten geht kommt noch dazu, dass im bereich der dammkrone in zukunft überhaupt keine großen bäume mehr stehen dürfen! eben wegen der wurzeln.

ich stimme dir zu, dass die luftqualität in graz eine katastrophe ist. und dann werden noch so viele bäume gefällt?
das hier eingesetzte geld hätte man besser in den ausbau der öffis bzw. der radwege gesteckt! in den bau von park&ride-parkplätze und die anbindung an die öffis.

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finiteElemente
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Ich ...

.. wohne beim Augarten, sehe es täglich aus der Wohnung.
Natürlich ist das schade - aber in 5-10 Jahren ist das aufgeforstet und die Mur wird mehr zum Bestandteil der Stadt. Auf das freue ich mich.

Und wer behauptet, dass diese "Gstettn" - siehe Fotos - im Winter auch nur einen Partikel Feinstaub filter; den kann ich eh nicht ernst nehmen.

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artjom85
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Re: finiteElemente

Wenn Sie glauben, dass Bäume nur dann imstande sind, Feinstaub zu filtern und CO² umzuwandeln, wenn sie in voller Blätterpracht stehen, sind SIE der-/ diejenige, der/die nicht ernstgenommen werden kann.

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Efried
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komische Theorie

Wieso liegt es an der subjektiven Ästhetik ob Vegetation Schadstoffe filtert? Haben Sie da was neues erfunden oder einen Fehler in Ihrer Argumentation?
Das Kraftwerk ist leider eine Ansammlung überkommener Planungsparadigmen und ökologisch daher subobtimal, auch wenn man betrachtet dass es mal sauberen Strom erzeugen wird.
Bin auch schon gespannt wann BM Nagl umfällt und im Norden ein weiteres Kraftwerk kommt. Er hat eine Schwäche für Projekte an der Kippe, wie auch der große Misserfolg in Reininghaus zeigt. Leider steckt überall auch unser Geld drinnen.

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Mein Graz
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@finite

in 5 jahren stehen dort kleine bäumchen mit vll. 10 m höhe, und wenn die wurzeln in die nähe des betons kommen, müssen sie wahrscheinlich wieder gefällt werden.
nicht die mur wird zum bestandteil der stadt, sondern ein 3,7 km langer stausee. aber die stehpaddler wirds freuen.

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