Machen wir Graz besser
Wahlkampf ist - und alle Parteien reden von Bürgerbeteiligung. Die Kleine Zeitung startet die große Ideenbörse für alle Grazer. Spenden Sie Gedankenbausteine für die Zukunft. Und sagen Sie der Politik vor der Wahl, wo's langgeht.

Foto © Gernot EderFred Ohenhen ist bei unserer Aktion "Meine Idee für Graz" schon an Bord. Geben auch Sie uns Ihre Vision für die Zukunft der Stadt
Graz wählt in zwei Monaten seinen neuen Gemeinderat. Die Parteien starten in ihre Kampagnen. Bis jetzt fehlen aber die Zukunftsthemen, die Visionen. Deshalb bittet die Kleine Zeitung die Bürger vor den Vorhang und startet im Internet die große Ideenbörse für Graz. Die Bürger wissen, wo in der Stadt der Schuh drückt, sie träumen von kleinen und großen Projekten und haben sicher konkrete Vorschläge für ein besseres Miteinander. Zum Auftakt haben wir prominente Grazer um ihre Ideen gebeten. Bringen auch Sie Ihre Themen für die Zukunft der Stadt ein. Wir bitten Ideengeber sich dafür online zu registrieren. Alle Infos unter: www.kleinezeitung.at/meineideefuergraz
Ein Obstgarten für die Stadt
Julia Pengg, Geschäftsführerin Mangolds: "Wie wäre es denn mit frei zugänglichen Obstbäumen in der Stadt, zum Beispiel im Burggarten? Das Thema Umgang mit Lebensmitteln ist mir ein Anliegen. Da müsste von seiten der Stadt viel stärker der Fokus darauf gelegt werden - etwa mit einem besseren Kantinensystem von öffentlichen Einrichtungen."
Linie 2 und mehr Mut
Tina Kern-Theissl, Juniorchefin der gleichnamigen Tanzschule: "Die Linie 2, die Ringlinie am Glacis, hat wirklich Charme. Die sollte man wieder einführen. Und: Überall auf der Welt funktioniert das Urban Gardening. Wieso setzen wir das nicht auch um? Gemüse pflanzen und ernten. Wir sollten es zulassen und schauen, was passiert."
Zukunftsrohstoff Holz
Christian Jauk, Vorstandsvorsitzender Capital Bank, Sturm-Präsident: "Von der UPC-Arena bis zur Stadthalle soll ein neuer Stadtteil ent-stehen. Ein Innovationscenter, das auf Jungunternehmer abzielt. Wir sollten viel mehr auf den steirischen Rohstoff Holz setzen. Wir hätten mit Holz einen heimischen Baustoff bei der Hand und wären völlig unabhängig und eigenständig."
Kinder an die Macht
Bernhard Seidler, Leiter Kinderbüro Steiermark: "Ich kann nicht müde werden zu betonen, dass die Sichtweisen von Kindern in alle Planungsschritte einer Stadt einbezogen werden müssen: die Stadtplanung, Verkehrsplanung etc. Bauvorhaben und Gesetze gehören auch von Kindern im Vorfeld mitbeurteilt."
Rathaus zu Graz-Gries
Joachim Hainzl, Sozialpädagoge und Sozialhistoriker, Xenos: "Bis heute wirkt die Mur als soziale Trennlinie, zu Lend oder Gries fallen Begriffe wie ,Scherbenviertel'. Ich schlage eine Bezirksfusion für Graz vor: Der erste Bezirk Innere Stadt wird flussübergreifend an der Linie Spor- und Paulustorgasse auf die Bezirke Gries und Lend aufgeteilt. Das Rathaus gehört dann etwa zum Bezirk Gries."
Neue Kunstausbildung
Veronica Kaup-Hasler, Intendantin steirischer herbst: "Die großartige Energie unseres Marathon-Camps bestärkt mich in der Vision einer postgradualen interdisziplinären Ausbildungsinstitution für Kunst, die sich von konventionellen Einrichtungen abhebt. Das fehlt im deutschsprachigen Raum. Graz hätte hier die Chance, etwas Neues von europaweiter Relevanz zu machen."
Konzept für Integration
Fred Ohenhen, Projektleiter IKU bei ISOP Ausbildung: "Es ist jedes Jahr dasselbe: Kurz vor Schulbeginn wird das Thema Integration und die ungleiche Verteilung von Kindern mit migrantischem Hintergrund in Grazer Schulen hochgekocht und dann ist es das ganze Jahr über dazu still. Es fehlt ein mutiges Bildungskonzept für Integration."
Konzentration auf die Jugend
Jochen Pildner-Steinburg, Chef der Industriellenvereinigung und 99ers-Boss: "Graz muss Vorreiter für neue Bildungskonzepte werden. Schulen müssen weggehen von eingefahrenen Wegen. Die Jugend muss durch das Erleben am Objekt lernen. Sie braucht Aufmerksamkeit, mit leistbaren Wohnungen und Fokus auf geistige und körperliche Fitness. Dazu gehören übrigens Sportstätten."















