FrohnleitenHautnah am Storchenhorst

Seit fünf Jahren betreibt Heinz Jörg Kurasch die „Storchenbaby-Kamera“. Gefilmt werden die Horstbewohner am Frohnleitener Hauptplatz.

Die Störche können über die Live-Kamera von Heinz Jörg Kurasch beobachtet werden
Die Störche können über die Live-Kamera von Heinz Jörg Kurasch beobachtet werden © Martina Pachernegg
 

Sie sind wieder da. Und heuer war die Ankunft unserer Störche turbulenter als sonst“, erklärt Heinz Jörg Kurasch. Die Rede ist von den beiden Störchen, die stets den Horst am Dach des Hauses Hauptplatz 35 in der Frohnleitener Innenstadt beziehen. Heuer wollte sich ein dritter Storch im Nest breitmachen. Mit lautem Protest konnten die beiden „angestammten“ Horstbewohner den Eindringling vertreiben.

Um die Frohnleitener Störche in luftiger Höhe genauer beobachten zu können, hat Kurasch gemeinsam mit einigen Tierfreunden eine „Storchenbaby-Kamera“ über dem Horst installiert. Die Homepage www.storchenbaby.at hat Kurasch speziell für die zwei gefiederten Frohnleitener eingerichtet. „Das war vor fünf Jahren. Damals haben wir den Horst verstärkt und sicherer gemacht. Es wurde ein Metallkorb montiert, damit alles ein wenig stabiler wird“, erinnert er sich. Die Sorge, ob die Störche ihr neues Zuhause annehmen werden, war unbegründet. „Die beiden sind bisher jedes Jahr wiedergekommen. Und was sie so treiben, können wir über die Kamera wunderbar mitverfolgen“, freut sich Kurasch.

Für die Instandhaltung der Anlage über dem Hauptplatz ist Karl Schimmer von der Berg- und Naturwacht zuständig. Aber auch zahlreiche interessierte und besorgte Bürger melden sich regelmäßig bei Kurasch. „Ich freue mich immer, wenn auch Auslands-Frohnleitener die Störche über die Kamera beobachten. Das ist ein schönes Zeichen der Verbundenheit mit der Heimat.“

Vor zwei Wochen kam nun das Männchen wieder zum Horst. Das Weibchen folgte eine Woche später. „Heuer waren sie spät dran. Ich vermute, die Witterungsverhältnisse waren ungünstig“, meint Kurasch. Solange die Störche in Frohnleiten nisten, wird die „Storchenbaby-Kamera“ auch eingeschaltet sein. Wenn die Störche im Herbst wieder zu ihren Winterquartieren aufbrechen, wird Kurasch die Kamera bis zum nächsten Frühling abschalten. „Einen leeren Horst zu filmen, erscheint mir doch wenig sinnlos“, schmunzelt er.

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