Steuerreform: Voves will "Befreiungsschlag, so oder so"
Steuerentlastung müsse vorgezogen werden. Die Steirische SP wiegelt bei Gusenbauers "Gesudere"-Sager ab.

Foto © APALandeshauptmann Voves
"Es muss jetzt ein Befreiungsschlag her, so oder so",
erklärte der steirische SPÖ-Chef Franz Voves am Donnerstag zur
Koaltionsdebatte um die Vorziehung der Steuerreform. Zumindest die
Entlastung müsse kommen: "Da müssen wir draufbleiben". Abgewiegelt
wird von der steirsichen SPÖ der Gesudere-Sager, den Bundeskanzler
Alfred Gusenbauer im Zusammenhang mit einer Parteiveranstaltung in
Donawitz gemacht hat.
"Gesudere".
Landeshauptmann Voves meinte, die Veranstaltung,
auf die sich die von der ORF-Kamera eingefangene Bemerkung in
Richtung der steirischen Genossin Staatssekretärin Heidrun Silhavy
bezogen haben soll, sei "absolut gut" gewesen, "von Gesudere war
jedenfalls nichts zu sehen". Der Kanzler hatte, offenbar ohne die
laufende Kamera zu bemerken, zu Silhavy gemeint: "Und das wird heute
was Ordentliches in Donawitz oder das übliche Gesudere?"
Entlastung.
"Das war nicht so eindeutig, außerdem, wie oft sagt man irgendwas,
das man nicht auf die Goldschale legen sollte", wiegelt
SPÖ-Landesgeschäftsführer Toni Vukan ab. Es habe keine einzige
kritische Stellungnahme aus der Partei gegeben, so seine
Versicherung. Ähnlich auch Parteichef Voves, der "nichts
hineininterpretieren" möchte. Er rückt lieber die Freude, über das
"klare Zeichen" des Kanzlers in der Frage der Steuerentlastung in
den Vordergrund: Zumindest eine Entlastung für kleinere und mittlere
Einkommen müsse vorgezogen werden, bei der Gesundheitsfinanzierung
könne man noch warten.
"Selbstbefriedigungs-Haufen".
In seiner Beurteilung der Zusammenarbeit mit der ÖVP hat Voves
eine differenzierte Meinung: "In der Steiermark ist die Blockade
wenigstens nur klimatisch, im Bund leider auch inhaltlich". Die
Menschen verstünden das schon lange nicht mehr, was vor allem der
"Selbstbefriedigungs-Haufen der Parteisekretariate" für ein Bild
abgebe, so Voves.
















