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    Zuletzt aktualisiert: 03.03.2008 um 20:11 Uhr

    Der Ur-Elefant aus Gratkorn

    Bei geografischen Kartierungen in Gratkorn stießen Experten auf Fossilien, die zwölf Millionen Jahre alt sein dürften. Einige Funde stammen von Tieren, die der Wissenschaft bisher unbekannt waren.

    Auf seinem Schreibtisch liegen sie, die stummen Zeugen aus längst vergangener Zeit: riesige Knochen eines Ur-Elefanten, daneben viele kleinere Fossilien, die akribisch genau geordnet und nummeriert sind. Paläontologe Martin Groß vom Landesmuseum Joanneum ist stolz auf diese Fossilien, die in den vergangenen zwei Jahren in Gratkorn ausgegraben wurden. Er schätzt, dass sie zwölf Millionen Jahre alt sind. Die Überraschung war perfekt, als der Paläontologe bei geografischen Kartierungen auf einen Knochen aus der Ur-Zeit stieß. "Dass man bei solchen Arbeiten Fossilien entdeckt, ist selten der Fall", sagt der Experte.

    Eifrige Suche. Sofort nahm Martin Groß gemeinsam mit seinem Kollegen Norbert Winkler die Suche nach weiteren Fossilien auf. Später wurden sie noch von zwei Studenten unterstützt. Acht Wochen lang wurde gegraben. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Es kam eine vielfältige fossile Flora und Fauna zutage. "Wir fanden riesige Überreste von Ur-Elefanten, Nashornzähne, aber auch Knochen von Ur-Pferden und fossile Vogeleier", berichtet Groß, der überzeugt ist: "Wir kennen nur einen Bruchteil der Fundstätte. Da ist noch viel mehr zu finden."

    Große Bedeutung. Daher werden die Paläontologen die Suche fortsetzen. Spätestens im Sommer wollen sie wieder graben und weitere Funde bergen. "Es kommen sogar Studenten der Universität München nach Graz, die uns bei diesen Grabungen helfen werden", versichert Martin Groß. "Aus meiner Sicht sind diese Ausgrabungen deshalb von solcher Bedeutung, da noch nie eine so große Palette an Fossilien in Zentraleuropa freigelegt wurde", betont er. "Das lässt sich dadurch erklären, dass aufgrund von klimatischen Veränderungen in früheren Zeiten viele Fossilien verloren gegangen sind." Mit Hilfe der Funde in Gratkorn kann die ökologische und klimatische Situation dieses geografischen Raums rekonstruiert werden. Außerdem schließen sie für evolutionäre Analysen wichtige Nachweislücken.

    Unbekannt. Beispielsweise war man der Meinung, dass Alligatoren vor rund 14 Millionen Jahren aufgrund von ungeeigneten Klimaverhältnissen aus Mitteleuropa verschwunden sind. Groß: "Die Fossilien aus Gratkorn belegen nun, dass die Alligatoren aber noch zwei Millionen Jahre länger gelebt haben als angenommen. Bisherige Klimamodelle müssen deshalb neu diskutiert werden." Einige dieser Fossilien sind für die Wissenschaft überhaupt neu, zum Beispiel eine gewisse Art von Schließmuskelschnecken und Muschelkrebse. Deshalb wurden sie nach Finder und Fundort benannt: Die Schnecke bekam den Namen Pseudodyla Martingrossi, der Krebs heißt Candona Gratkornensis.

    MADELEINE HEINRICH

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