Hooligans stellten Polizei Ultimatum
Slowenische Fans sorgten für einen Großeinsatz.
Rund 40 slowenische Fußballfans - unter ihnen laut
Polizei auch gewaltbereite Anhänger - haben am Dienstag in Graz einen
Großeinsatz der Exekutive ausgelöst. Bei einem Freundschaftsspiel
gegen den GAK in dessen Trainingszentrum im Norden von Graz wurde ein
alkoholisierter Anhänger des Gastklubs NK Marburg bei einer
Pkw-Kontrolle mit einer Geldstrafe belegt. Daraufhin eskalierte die
Situation, die Fans stachelten sich gegenseitig an und gerieten
aneinander. Nach Eintreffen zusätzlicher Polizeibeamten beruhigte
sich die Stimmung wieder, hieß es am Mittwoch.
Zunehmende Alkoholisierung. Das Spiel in Weinzödl (Bezirk Andritz) hatte um 15.00 Uhr ruhig
begonnen. Auf Grund einer Information, wonach gewaltbereite Fans aus
Slowenien mitgereist seien, wurden Polizisten zum Trainingszentrum
entsandt. Als dort wegen der zunehmenden Alkoholisierung nur noch
alkoholfreie Getränke ausgegeben wurden, wollten einige Slowenen
gegen Spielende mit einem Auto zu einem Supermarkt fahren, um sich
selbst mit Hochprozentigem zu versorgen.
Zum Thema
Positiver Alko-Test. Dabei wurde kurz vor 16.00 Uhr noch in unmittelbarer Nähe des
Trainingszentrums ein Pkw-Lenker von der Polizei angehalten und
kontrolliert. Als der Alko-Test positiv verlief, wurde der Slowene
zwecks Einhebung einer Sicherheitsleistung von 400 Euro - er hatte
keinen Führerschein bei sich - auf die Polizeiinspektion mitgenommen.
Massives Polizei-Aufgebot. Die Hooligans forderten darauf die "Herausgabe" ihres Kollegen binnen zehn Minuten, ansonsten würden sie alles kurz und klein schlagen. Erst nach Eintreffen eines massiven Polizei-Aufgebotes (rund 70 Mann) und Verhandlungen mit den Rädelsführern ließen sich die Slowenen wieder beruhigen.
Rauferei. Als der Vorfall zu den anderen Fans durchdrang, verlagerte sich
das Geschehen auf den Parkplatz, wo sich die Anhänger gegenseitig
anstachelten und provozierten. Es kam zu einer kurzen Rauferei, die
jedoch ohne Folgen blieb. Als sich schließlich das Kräfteverhältnis
zwischen den Polizisten und den Fans zu Gunsten der Beamten
verschoben hatte, beruhigte sich die Situation. Die Slowenen wurden
danach zum unverzüglichen Verlassen des Bundesgebietes aufgefordert.
Sie reisten gegen 17.30 Uhr ab.














