Graz-Wahl: Fünf Bezirksvorsteher schon fix
Aufgrund ihrer Mandatsmehrheit hat die Grazer ÖVP in fünf Stadtbezirken auf jeden Fall den Bezirksvorsteher schon erobert. Als einziger Bezirk mit knapper roter Mehrheit ist Lend verblieben.
Der Totalabsturz der Grazer Roten spiegelt sich natürlich auch in den Ergebnissen der Bezirksratswahlen wider. Lediglich im Bezirk Lend konnte SP-Bezirksvorsteher Otto Trafella mit 90 Stimmen Vorsprung auf die ÖVP noch die Spitzenposition verteidigen. In allen 16 anderen Bezirken liegen die Schwarzen jetzt mehr oder weniger deutlich voran. In der Inneren Stadt sowie in St. Peter, Waltendorf, Ries und Mariatrost hat die ÖVP sogar die absolute Mehrheit an Mandaten und kann ohne Verhandlungen den Bezirksvorsteher stellen.
Mandatsverlust. Für die Grazer Sozialdemokraten, die einst in deutlich mehr als der Hälfte der Bezirke die Spitzenposition hielten und auch 2003 wenigstens noch vier Bezirke verteidigen konnten (neben Lend waren es noch Gries, Jakomini und Wetzelsdorf), kam es diesmal aber noch schlimmer. Man hat am Sonntag in insgesamt sieben Bezirken auch den zweiten Platz an die Grünen abgeben müssen. In der Inneren Stadt sackte man gar auf den vierten Platz hinter die KPÖ zurück. Und in St. Leonhard haben gerade einmal vier Stimmen den dritten Platz gerettet. Überhaupt ohne Mandat geblieben sind die Roten im Bezirk Mariatrost, wo der schon bisher mit absoluter Mandatsmehrheit ausgestatteten ÖVP mit jetzt fünf Mandaten nur noch zwei grüne Bezirksräte gegenübersitzen werden.
Grüner Vormarsch. In der Inneren Stadt, in St. Leonhard, Geidorf, St. Peter, Waltendorf, Ries und Mariatrost haben die Grünen also am Sonntag den zweiten Platz erklommen. Das stärkste Ergebnis fuhren die Grünen in St. Leonhard ein, wo man auf fast 25 Prozent der Stimmen kam (2003 waren es 16,3%).
Deutliche Einbußen. Im Gegenzug musste die KPÖ, wie auch bei der Gemeinderatswahl, in den Bezirken durchwegs recht deutliche Einbußen hinnehmen. Die größten Verluste für die Kommunisten gab es in den Bezirken Innere Stadt, Lend und Eggenberg.
Deutliches Lebenszeichen. Die Freiheitlichen, die seinerzeit eine konstante Größe für die Besetzung der Bezirksvorsteherposten waren, gaben diesmal naturgemäß wieder ein deutliches Lebenszeichen von sich. In den Bezirken Eggenberg, Wetzelsdorf, Straßgang und Puntigam setzte man sich immerhin auf den dritten Platz. Das absolut beste Ergebnis erreichte man mit 18 Prozent in Puntigam.














