Steiermärkische setzt auf akademische Jungunternehmer
Bankinstitut sponsert Grazer "Science Park" mit 300.000 Euro und bekommt dafür Mitspracherecht im Projektbeirat

Foto © scienceparkDer Grazer "Science Park" als Startrampe für akademische Unternehmensgründungen
Seit fünf Jahren dient der "Science Park Graz" als Startrampe für akademische Unternehmensgründungen, die Uni-Absolventen Unterstützung bei der Realisierung von innovativen Unternehmensideen bietet. Nun hat das akademische Gründerzentrum die Steiermärkische Bank und Sparkasse AG als Kooperationspartner an Land gezogen, die das Zentrum in den nächsten fünf Jahren mit insgesamt 300.000 Euro unterstützen wird. Das Bankinstitut sichert sich dafür einen Sitz im Projektbeirat.
Innovations- und Gründungspotenzial. An den steirischen Unis gäbe es zwar ein hohes Innovations- und Gründungspotenzial, nach wie vor seien aber viel zu wenige Akademiker bereit, mit ihrem Know-how ein eigenes Unternehmen zu gründen, so Rektor Hans Sünkel von der Technischen Universität Graz, der in dieser Funktion neben der Universität Graz und der Medizinischen Universität der Hauptgesellschafter des Science Parks ist. Das Leistungsangebot des Gründerzentrums reiche daher vom ersten Check der Unternehmensidee über die Unterstützung bei der Erstellung des Firmenkonzepts bis hin zur Bereitstellung von Büros. Neben diesem "Fahrplan" in die Selbstständigkeit stehen den potenziellen Gründern unterstützend betriebswirtschaftliche und rechtliche Berater sowie akademische Mentoren zur Verfügung.
60.000 Euro pro Jahr. Damit die Idee des "Science Park" noch stärker in den Köpfen von Studierenden und Akademikern verankert wird, stellt die Steiermärkische dem Gründungszentrum in den kommenden fünf Jahren jährlich 60.000 Euro zur Verfügung. "Das Geld werden wir für verschiedene Veranstaltungen, die die Bekanntheit des Science Parks heben sollen, verwenden", so Science Park-Geschäftsführer Bernhard Weber.
Businessplan zur Evaluierung. Das Bankinstitut hat sich dafür einen Platz im Projektbeirat des Gründerzentrums gesichert. In diesem Beirat müssen Gründer ihren Businessplan zur Evaluierung vorliegen, damit sie in den Science Park aufgenommen werden. "Durch dieses gewissenhafte Auswahlverfahren und durch die intensive Betreuung ist die Erfolgswahrscheinlichkeit der Gründerprojekte sehr hoch, eine gute Businessplanung ist in dieser frühen Phase von entscheidender Bedeutung", so Franz Kerber, Vorstandsdirektor der Steiermärkischen. Und fügt hinzu: "Natürlich erwarten wir uns größeren Nachwuchs im Firmenkundenbereich in Zukunft".
123 Arbeitsplätze geschaffen. Seit dem Jahr 2002 hat der Science Park 160 Geschäftsideen evaluiert, 33 Projekte tatsächlich übernommen aus denen letztlich 16 Unternehmensgründungen, 26 angemeldete Patente und 123 Arbeitsplätze hervorgegangen sind.














