Interview mit Siegfried Nagl
Interview mit Bürgermeister Siegrfried Nagl über den Wahlkampf und die Aussagen von Susanne Winter.

Foto © Erwin ScheriauBürgermsiter Siegfried Nagl
Herr Bürgermeister, das Klima im Wahlkampf hat sich zuletzt ziemlich verschärft. Was werden Sie dagegen unternehmen?
SIEGFRIED NAGL: Ich kann Verantwortung nur für meine Partei übernehmen. An jene, die so eine unappetitliche Sprache einbringen, kann ich nur appellieren, wie zuletzt an die Frau Winter und den Herrn Grosz. Außerdem ermittelt ja bereits die Staatsanwaltschaft wegen der Aussagen von Frau Winter.
Sind deren Aussagen nicht rufschädigend für Graz?
NAGL: Erstens sind sie grob rufschädigend, vor allem aber sind sie eine Sicherheitsfrage: Das ist eine Einladung für den Fundamentalismus durch die Frau Winter. Graz ist plötzlich auf der Landkarte des Terrorismus. Die FPÖ will eine Sicherheitspartei sein. Jetzt ist sie verantwortlich für die größte Bedrohung der Grazer Bürger.
Was bedeutet das für allfällige Koalitionen nach der Wahl?
NAGL: Als Bürgermeister bin ich wechselnde Mehrheiten schon gewohnt. Ich hoffe, dass italienische Verhältnisse zu verhindern sind - fünf Parteien für neun Regierungsmitglieder. Aber Kompromisse sind in jeder Regierung notwendig, ich strecke die Hand aus. Für alle, mit Ausnahme der FPÖ, mit der Frau Winter geht es nicht, das hab ich aber seit Wochen gesagt, nicht erst gestern. Noch mehr aber hoffe ich, dass die Grazer Wählerinnen und Wähler verhindern, dass solche Leute überhaupt in die Stadtregierung gewählt werden. Für mich bleiben die SPÖ und die Grünen als Optionen übrig, wobei meine Vorliebe für Schwarz-Grün bekannt ist: Ich würd's gern einmal probieren.
















