Islam-Schmähung: "Die Leute sind sehr aufgeregt und sehr zornig"
Nach umstrittener Islam-Rede von Susanne Winter ist die Lage noch ruhig. Schakfeh berichtet aber von Zorn. Glaubensgemeinschaft versucht, Krawalle zu verhindern.

Foto © ReutersDer Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh
Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) in Österreich, Anas Schakfeh, hat die Stimmung unter den Muslimen nach der Aussage der FP-Kandidatin für die Grazer Gemeinderatswahlen als kritisch bezeichnet. "Die Leute sind sehr aufgeregt und sehr zornig", sagte er am Montag im Gespräch mit der APA. Nun müsse müsse man alles versuchen, um die heimischen Muslime zu beruhigen.
Kontrolle nicht möglich. Schakfeh sprach von sehr vielen Anrufen, die ihn seit der FPÖ-Veranstaltung erreicht hätten. "Wir wollen keine Krawalle und keine großen Auseinandersetzungen", so Schakfeh, der positive Maßnahmen einsetzen will. Er betonte aber auch, dass man nicht alle Muslime in Österreich kontrollieren könne. Winter solle außerdem durch ihre Aussagen nicht die Bedeutung bekommen, die sie wolle. "Sie ist eine unbedeutende Politikerin und so soll es auch bleiben."
Keine Drohungen. Der steirische Sicherheitsdirektor, Josef Klamminger, schätzt die Sicherheitslage nach den Anti-Islam-Aussagen der Grazer FPÖ-Spitzenkandidatin Susanne Winter beim Neujahrstreffen am Sonntag allerdings noch als ruhig ein. Es gebe gegenwärtig keine Hinweise auf Drohungen oder andere Anhaltspunkte. Man überprüfe die Lage ohnehin ständig: "Jede Situation muss neu beurteilt werden", so Klamminger nach einer entsprechenden Besprechung am Montag in Graz zur APA.
Schutz. Hinsichtlich möglicher Demonstrationen von muslimischen Bürgern "oder in der Steiermark aufhältigen Personen muslimischen Glaubens" sei derzeit nichts bekannt. Eine Manifestation im Zuge des Karikaturenstreits im Februar 2006 in der Grazer Innenstadt sei "sehr rechtsstaatlich" verlaufen. Man habe derzeit einen normalen Schutz für Veranstaltungen aller Parteien, die im Zuge des Grazer Gemeinderatswahlkampfes abgehalten würden.
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Erste Maßnahme ...
... der IGGiÖ ist ein Tag der offenen Tür am Geburtstag des Propheten Mohammed geplant. Schakfeh erhofft sich dadurch, dass sich dabei jeder über die Biografie des islamischen Religionsgründers informieren kann.

















