Gleisparker "brennen" mehr
Das Abschleppen von Fahrzeugen in Graz wurde neu vergeben. Die Tarife sind dabei geradezu explodiert. Für die Autofahrer heißt es "brennen".

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Nicht immer ist die Vergesslichkeit daran schuld, wenn man sein Auto plötzlich nicht mehr auf dem vermuteten Platz vorfindet. So mancher musste sein Vehikel schon bei der Abschleppfirma wieder auslösen. Seit Beginn heurigen Jahres schlägt sich das aber mit einem gehörigen Schmerz im Geldbörsel nieder.
Fakten
Aufträge zum Abschleppen können die GVB-Leitzentrale sowie die Feuerwehr (meist über Meldung der Polizei) erteilen.
Einziger Bieter.
Mit einem extrem niedrigen Angebot hat die Firma Top Service Franz Wuthe mit Beginn 2004 den Auftrag für das Abschleppen in Graz an Land gezogen. Wuthe: "Ich habe mir da ein Riesendefizit geholt. Ich lebe Gott sei Dank aber auch von anderen Dingen." Bei der jetzt erfolgten Neuvergabe war Wuthe der einzige Bieter. Und zähneknirschend musste die Stadt Graz die in die Höhe geschnellten Tarife schlucken. Was umso leichter fällt, weil das ja die Autofahrer selbst blechen müssen. "Graz gehört trotzdem noch zu den Billigsten", heißt es im Büro von Stadtrat Gerhard Rüsch (VP).
Erhöhung von 66 Prozent.
Für das Abschleppen eines Pkw zahlt man jetzt 120 Euro, 2004 waren es 72 Euro - macht eine Erhöhung von 66 Prozent. Der Preis für die Verwahrung eines Autos explodierte gar um 124 Prozent, von 4,02 auf neun Euro pro Tag. Die Gebühren werden jährlich gemäß dem Transportkostenindex angepasst.
Rund 1800 Einsätze pro Jahr werden verzeichnet. Franz Wuthe: "Es sind aber auch viele Leerfahrten dabei, weil der Autofahrer mittlerweile wieder weggefahren ist." Abgeschleppt werden vor allem Gleisparker, die den Straßenbahnverkehr behindern. Ausrücken müssen die Abschlepper aber auch, wenn Einfahrten oder Ladezonen sowie Behindertenparkplätze verstellt sind.
Features
Fakten
Der Auftrag für das Ab-
schleppen von verkehrs-
Eine Option zu den gleichen Bedingungen gibt es auch noch für das Jahr 2011. Die Option muss von der Stadt aber bis 31. September 2010 gezogen werden.

















