Gefälschtes Gemälde beschäftigt Grazer Kripo
Rumäne (26) soll auf Ebay versucht haben, ein gefälschtes Bild von Chagall zu verkaufen. Der Schwindel flog auf.
Ein Kunstkrimi beschäftigt die Grazer Kripo: Über das Internet-Auktionshaus Ebay soll ein in Graz lebender Rumäne (26) versucht haben, ein gefälschtes Gemälde des Künstlers Marc Chagall (1887 bis 1985) als Original zu verkaufen. Ein Grazer Arzt (47), der das Werk um rund 9200 Euro ersteigert hatte, deckte den Schwindel noch rechtzeitig auf.
Pastellgemälde. Das Pastellgemälde "Bouquet de Fleurs" stand seit 6. Dezember im Netz zum Verkauf, am vergangenen Sonntag endete die Auktion mit einem Höchstgebot von 13.299 US-Dollar (9256 Euro). "Das Kunstwerk war laut der Beschreibung auf Ebay von einer Professorin der Universität Köln als Original verifiziert worden. Als der Käufer aber bei der Expertin nachfragte, stellte sich heraus, dass das Werk eine meisterhafte Fälschung des bekannten ungarischen Kunstfälschers Elmyr de Hory (1906 bis 1976) ist. Der Vorbesitzer hatte das Bild auch als Fälschung, die übrigens auch sehr wertvoll ist, weiterverkauft", berichtet der ermittelnde Beamte der Grazer Kripo. "Wir haben den Verdächtigen, er ist bisher unbescholten, noch nicht befragen können. Es kann also auch sein, dass er nicht wusste, dass es sich um eine Fälschung handelt", so der Polizist weiter.
Kunstgeschichte. Johann Konrad Eberlein, Leiter des Institutes für Kunstgeschichte an der Uni Graz, zum Kunstkauf im Internet: "Man muss äußerst vorsichtig sein und sollte unbedingt einen Experten zu Rate ziehen."
















