TU Graz: Chemikerin forscht an "Designer-Hefe"
Regina Kratzer erforscht, wie Hefezellen maßgeschneiderte Enzyme für die industrielle Anwendung produzieren können.
Hefe lässt nicht nur den Keksteig aufgehen, sondern kommt auch bei der Herstellung von Feinchemikalien und pharmazeutischen Wirkstoffen zum Einsatz. Regina Kratzer von der Technischen Universität Graz erforscht, wie Hefezellen maßgeschneiderte Enzyme - Eiweißstoffe - für die industrielle Anwendung produzieren können. Ab Jänner 2008 fördert der Wissenschaftsfonds FWF die Arbeit der Biotechnologin mit einer Hertha-Firnberg-Stelle.
Zellteilung. Hefen sind winzige Pilze, die sich durch Zellteilung rasch vermehren können. Entfalten sie ihre Wirkung, werden Kohlenhydrate wie Stärke oder Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid abgebaut. "Mein Ziel ist es, einen Biokatalysator zu entwickeln, mit dem hochreine Alkohole für die industrielle Anwendung hergestellt werden können", erklärte Kratzer in einer Aussendung der TU am Dienstag. Ein Biokatalysator sei ein Enzym, das eine bestimmte chemische Reaktion beschleunigen kann.
Forscherin. Die Forscherin, die im Kompetenzzentrum für Biokatalyse an der TU und am Institut für Biotechnologie und Bioprozesstechnik tätig ist, will das natürliche Potenzial bestimmter Enzyme aus Hefen für die Biokatalyse nutzen. Sie arbeitet dazu im Labor an einer "maßgeschneiderten Designer-Hefe". Drei Jahre lang wird Kratzer ab Jänner im Rahmen einer Hertha Firnberg-Stelle unter dem Titel "Aldo-Keto Reduktasen als Biokatalysatoren" forschen. Mit solchen Stellen fördert der FWF laut TU besonders qualifizierte Wissenschafterinnen, die eine Universitätslaufbahn anstreben.
















