Steirische Grenzpolizisten werden nach Wien vergattert
Wirbel bei Grenzpolizei wegen Zuteilung von 20 Beamten nach Wien. Die Unruhe steigt, weil viele Beamte noch nicht wissen, wie es für sie weitergeht.

Foto © APAWirbel bei der Grenzpolizei
Wenn nächste Woche die Grenzbalken zu Slowenien für immer hochgehen, wird vielen der rund 300 steirischen Grenzpolizisten nicht zum Feiern zumute sein. Sie wissen noch immer nicht, wo sie künftig ihren Dienst versehen. Für weitere Unruhe sorgt nun ein Erlass des Innenministeriums. Der sieht die Zuteilung von 20 Grenzbeamten nach Wien ab 1. Jänner vor.
Grenzdienststellen. Sollten sich bis Dienstag nicht genügend Freiwillige gemeldet haben, werden Bedienstete von Grenzdienststellen herangezogen, heißt es in dem Schreiben. Von "Willkür und Zwangszuteilungen" sprechen aufgebrachte Grenzpolizisten, die eine weitere Ausdünnung der Personaldecke in der Steiermark befürchten.
Dienstgeber. Tatsächlich kann der Dienstgeber einen Beamten bis zu drei Monate gegen seinen Willen anderen Dienststellen zuteilen. Insider vermuten hinter dem Erlass gar Taktik: Für 46 neue Planposten in Graz sind frei werdende steirische Grenzpolizisten vorgesehen, doch haben sich bisher kaum welche gemeldet. Wenn jetzt sogar Dienst in Wien droht, könnten es sich ja vielleicht doch einige überlegen . . .
Personalvertreter. Das will Landespolizeikommandant Peter Klöbl nicht gelten lassen: "Das hieße ja, wir hätten das veranlasst. Natürlich bin ich bemüht, unsere Leute in der Steiermark zu halten. Aber ich bin sicher, dass ihre Verwendung in Wien notwendig ist." Personalvertreter orten Frust bei den Kollegen. "Der Dienstgeber hat es bis jetzt verabsäumt, ein Gesamtkonzept für die Schengenerweiterung vorzulegen", ärgert sich Josef Resch von der FSG. So wüssten etwa die slowenischen Grenzer schon seit einem Jahr, wie und wo es für sie weitergeht.
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Wegen der Schengen-Grenzöffnung nach Slowenien werden 20 Beamte der Grenzpolizei nach Wien versetzt.














