Drei Schläger von Kurden-Demo in Graz ausgeforscht
Die Kurden bedrohten die in Graz lebende Türkin mit den Worten "Mädchen es ist aus mit dir – du bist tot". Freund konnte Schlimmeres verhindern.
Drei Täter, die bei einer Demonstration Mitte Oktober in Graz eine junge Türkin geschlagen und verletzt hatten, konnten nun ausgeforscht werden. Die Kurden im Alter von 16, 19 und 36 Jahren sollen mit zwei weiteren Männern auf die Frau losgegangen sein und auch ihren 26-jährigen Grazer Freund verletzt haben, als dieser einschreiten wollte. Im Zuge der Auseinandersetzung war auch FPÖ-Stadtparteiobfrau Susanne Winter von den Tätern zur Seite gestoßen worden. Eine Verletzungsanzeige war von ihr nicht erstattet worden.
Demo. Der Vorfall hatte sich am 19. Oktober 2007 in der Grazer Herrengasse zugetragen, als rund 80 Personen gegen die inhumanen Haftbedingungen des PKK (Kurdische Arbeiterpartei)-Führers Abdullah Öcalan demonstrierten. Fünf Demonstranten hatten sich von der Gruppe gelöst und stürmten auf eine 21-jährige in Graz wohnhafte Türkin zu. Sie stießen ihren Begleiter und eine Zeugin - FPÖ-Stadtparteiobfrau Winter, wie sich später herausstellte - zur Seite und umkreisten die 21-Jährige.
Kurde. Ein 39-jähriger Kurde aus Graz bedrohte die junge Frau mit den Worten "Mädchen, es ist aus mit dir - du bist tot". Zwei weitere Männer - 16 und 19 Jahre alt - sollen die Türkin Schläge im Gesicht und gegen die Beine versetzt haben. Als der 26-Jährige versuchte, seiner Freundin zu helfen, wurde auch er mit Tritten und Schlägen attackiert. Schließlich konnte sich das Paar in ein Geschäft retten.
Zeugenaussagen. Aufgrund von Zeugenaussagen konnten nun die drei Männer vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) ausgeforscht werden; nach ihren Komplizen wurde vorerst noch geforscht. Das Trio bestritt die Vorwürfe und wurde angezeigt. Ausschlaggebend für die Tat dürfte eine falsch gedeutete Handbewegung des Opfers gegenüber ihrem Freund gewesen sein, erklärte ein Kriminalist auf APA-Anfrage am Dienstag. Die junge Türkin wollte den 26-Jährigen über die Unterschiede eines türkischen und eines kurdischen Zeichens aufklären, das die Demonstranten verwendet haben sollen. Das dürften die mutmaßlichen Täter als Provokation aufgefasst haben.
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Motiv für die Handlungen der Demonstranten dürfte eine falsch gedeutete Handbewegung des Opfers gegenüber ihrem Freund gewesen sein.

















