Steirer bereiten sich für den Einsatz im Tschad vor
Militärmission mit starker weiß-grüner Beteiligung: Steirer befehligt Jagdkommando, Soldaten aus St. Michael sollen Fahrzeuge in Schuss halten.
In zwei Wochen brechen die ersten österreichischen Soldaten in den Tschad auf. Derzeit wird das Personal für die heikle EU-Mission ausgewählt und medizinisch gecheckt. Über die personelle Zusammensetzung des Kontingents halten sich die Verantwortlichen noch bedeckt, doch zeichnet sich eines schon ab: Die Steirer, die bei Auslandseinsätzen traditionell stark vertreten sind, werden auch in Afrika eine wichtige Rolle spielen.
Meldungen. Fast 300 freiwillige Meldungen liegen dem Streitkräfteführungskommando in Graz, mit dem gebürtigen Weizer Günter Höfler an der Spitze, für die Tschad-Mission vor. 160 Mann werden ausgewählt und als erste "Rotation" bis Mitte Dezember in die Wüste geschickt. Den Kern der Truppe bildet das in Wiener Neustadt stationierte Jagdkommando mit 50 seiner Elitesoldaten. Ein Viertel davon sind Steirer - so wie deren Kommandant, Oberstleutnant Rudolf Weissenbacher aus Allerheiligen im Mürztal. "Unsere Aufgaben liegen in den Bereichen Aufklärung und Schutz", erklärt Weissenbacher. Die Details werden aber von den Erkundungsergebnissen des Vorauskommandos abhängen. Weißenbacher selbst reist erst im März in den Tschad, wenn die ersten Soldaten abgelöst werden.
Versorgung.
Rund um das Jagdkommando stellen die Bereiche Logistik und medizinische Versorgung weitere wichtige Kontingente. So bereiten sich derzeit in der Landwehrkaserne St. Michael 17 Berufssoldaten eines Instandsetzungs-Zuges für den Einsatz in der Wüste vor. Dort werden sie in einer Art Kfz-Werkstätte für die Wartung und Reparatur der Radfahrzeuge, wie dem gepanzerten "Dingo 2", zuständig sein. Um die 13 dafür vorgesehenen Posten herrsche ein großes G'riss, heißt es. Auch vom Jägerbataillon 17 in Straß könnten Soldaten entsendet werden. Und sollte die Bundesregierung im Juni die Tschad-Mission um ein weiteres halbes Jahr verlängern, sind auch die in Aigen stationierten Alouette-Hubschrauber ein Thema.
Eine wichtige Entscheidung fällt heute in Graz: Da wird der Kommandant der österreichischen Truppen im Tschad bestimmt.
















