Störfall bei Papierfabrik Sappi: H2S-Geruch beunruhigte Grazer
Aus einem Leck in einem Kessel trat Schwefelwasserstoff aus. Laut Landeswarnzentrale besteht keine Gesundheitsgefährdung
Durch den Austritt von Gas aus einem Kessel bei der
Papierfabrik Sappi in Gratkorn nördlich von Graz ist es im Bereich
der steirischen Landeshauptstadt zu massiver Geruchsbelästigung
Samstag früh gekommen. Das Leck ist inzwischen geschlossen worden.
Wie Gerald Pizzera, der Leiter der steirischen Landeswarnzentrale,
mitteilte, war Schwefelwasserstoff (H2S) ausgetreten. Die gemessenen
Konzentrationen hätten aber bei weiten nicht die Grenzwerte erreicht,
eine Gesundheitsgefährdung wäre nicht bestanden.
Störfall.
Gegen Mitternacht sei der Störfall bei dem Kessel bemerkt worden.
Die Ursache, wie es zu dem Leck - dieses wurde schon wieder
verdichtet - kam, wird jetzt laut Pizzera eruiert. Zusätzliche
Messwerte des Chemiealarmdienstes des Landes Steiermark und der
Feuerwehr ergaben, dass keine Gesundheitsgefährdung durch den
Austritt des biogenen Gases gegeben war. Pizzera: "Nur eine böse
Geruchsentwicklung. Es stinkt unangenehm." Aufgrund der Wetterlage -
es wehe kaum Wind - werde sich der Geruch noch bis in die
Abendstunden halten, so Pizzera.
Features
Fakten
Der Störfall sorgte im Bereich der Landeshauptstadt teilweise für
massive Geruchsbelästigung und bei der Berufsfeuerwehr Graz für heiß
laufende Telefone.
Dutzende besorgte Grazer meldeten die
Geruchsbelästigung, die im ganzen Stadtgebiet wahrzunehmen war.

















