Gesundheitsförderung am LKH: Vignette für Grippe-Impfung
Grazer LKH-Uni-Klinikum will 5.000 der 7.000 Mitarbeiter mit Zuckerl zur Impfung bewegen. Nicht-Autofahrer erhalten Bus- und Bahnfahrkarten.
Großzügig belohnt werden Mitarbeiter des Grazer LKH-Universitätsklinikums, wenn sie eine - kostenlose - Grippe-Impfung über sich ergehen lassen. Die impfwilligen Dienstnehmer erhalten eine Gratis-Pkw-Jahresvignette. Die Anstandsleitung hofft, dass sich durch diesen Anreiz rund 5.000 der etwa 7.000 Mitarbeiter immunisieren lassen. Finanziert wird die Aktion durch eine noch nicht verbrauchte Bonifikation aus dem Jahr 2004.
System. "Wir haben nach einem gerechten System der Ausschüttung der Bonifikation, die noch aus dem Jahr 2004 übrig geblieben war, gesucht", so Betriebsdirektor Gebhard Falzberger auf APA-Anfrage. Zur Diskussion stand natürlich auch, ob man nicht einfach 70 Euro an jeden Mitarbeiter - "von der Reinigungskraft bis zum Primar", so Falzberger, auszahlt: "Wir denken aber, dass wir durch die Verknüpfung mit der Grippe-Aktion den Mitarbeitern doppelt Gutes tun", erklärte der Betriebsdirektor.
Vorsorgebewusstsein. Das Vorsorgebewusstsein der Mitarbeiter sei "hoch", könne aber immer noch gehoben werden, so Falzberger. Hinsichtlich der Grippe-Impfaktion habe man in den vergangenen drei Jahren die Impfbereitschaft von 1.000 auf 2.000 Dienstnehmer steigern können. Mit dem zusätzlichen Anreiz hofft man nun 5.000 der 7.000 Arbeitnehmer zu einer Injektion bewegen können.
Grippe-Impfung. "Die Grippe-Impfung ist keine Pflicht und daher sind wir sind glücklich, wenn unsere Mitarbeiter diese Gesundheitsvorsorge wahrnehmen. Immerhin gleicht das Klinikgelände mit den rund 15.000 Menschen, die dort täglich ein und aus gehen, einer Kleinstadt, die ein erhebliches Gefahrenpotenzial im Falle einer Grippeepidemie in sich trägt", erklärte Falzberger den Hintergrund der forcierten Anstrengungen zur Hebung der Vorsorgebereitschaft. Von Seiten der Anstandsleitung hofft man natürlich auch, dass sich durch die Impfung die Krankenstandstage pro Arbeitnehmer reduzieren: "Das wäre ein Seiteneffekt, der uns natürlich freuen würde."
Nicht-Autofahrer. Wer nicht mit dem Auto fährt, geht dennoch nicht leer aus: "Für Nicht-Autofahrer werden zum selben Wert Fahrkarten der Verkehrsbetriebe ausgegeben", erklärte Simone Pichler von der Pressestelle des LKH-Uni-Klinikums.
















