Ausblick als Aperitif
Das neue Schloßberg-Restaurant öffnet seine Pforten. Nach dem Umbau des Traditionslokals wird hoch über Graz eine Melange aus baulichen und kulinarischen Feinheiten serviert.

Foto © www.graz.at
Die Grazer Stadtwerke sind selber schuld. Wenn man ausgerechnet auf dem Schloßberg an einem neuen Restaurant mit Ausblick werkt, von einer "einzigartigen Piazza" spricht und dann auch noch mit einer Skybar buchstäblich eins draufsetzt, braucht man sich über unzählige Fragen nach dem Eröffnungstermin wirklich nicht zu wundern.
Kein normales Lokal.
Doch in Kürze hat für Schaulustige und Bauzaungäste das Warten ein Ende: Am kommenden Mittwoch, 24. Oktober, startet hoch über Graz der normale Betrieb in einem nicht ganz so normalen Lokal.
Denn Letzteres besteht gleich aus mehreren Teilen: So ist Glöckl-Bräu-Wirt Franz Grossauer, der seinen Biergarten auf dem Schloßberg quasi als Vorspeise vorschickte, künftig Herr über ein Restaurant, ein Bierstüberl, ein Bistro und eine Skybar. Insgesamt sind rund 400 Sitzplätze vorhanden. "Bei Veranstaltungen können wir auch noch aufstocken", hebt Grossauer nicht von ungefähr den Zeigefinger: Dem Grazer, vielen auch als "Ackern"-Wirt bekannt, liegen lange vor der Eröffnung bereits Reservierungen bis Silvester vor.
Weiter Weg.
Das gesamte Lokal ist eingebettet in ein historisches Ambiente, das bewusst betont wird: So werden jene Gäste, die künftig im neuen Gastgarten zwischen Restaurant und Kasematten-Eingang sitzen, auf die freigelegte Ziegelmauer blicken. Und das auf einem mit Granit-Pflastersteinen bedeckten Platz, der innerhalb der Grazer Stadtwerke - Hausherr auf dem Schloßberg - längst bloß noch als "einzigartige Piazza von Graz" bezeichnet wird.
Dabei haben viele nicht mehr an das 2,7 Millionen Euro teure Projekt geglaubt: Jahre des Streits mit dem Wirt des alten Schloßberg-Restaurants legten die Umbaupläne lange Zeit auf Eis.
Doch nun ist es so weit, das neue Lokal wird eröffnet. Samt Skybar und einem schönen Ausblick über den Tellerrand hinaus.















