Tödlicher Unfall mit defektem Lkw: Steirer verurteilt
Straßenarbeiter wurde überfahren und getötet. Geld- und bedingte Haftstrafe für den Lenker. Urteil nicht rechtskräftig.
Ein Steirer war heuer im Sommer mit seinem Lkw ungebremst in eine Baustelle hineingekracht und hatte dabei einen Straßenarbeiter überfahren. Der Arbeiter starb, ein Beifahrer des 42-Jährigen wurde verletzt. Der Lenker musste sich am Freitag im Grazer Straflandesgericht wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen verantworten. Er bekannte sich schuldig und wurde zu einer Geld- sowie einer bedingten Haftstrafe verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.
Gefahr. "Sie sind eine Gefahr für die Allgemeinheit", meinte Richter Ernst Schaffernak zum Angeklagten. Dieser war sichtlich zerknirscht und zeigte sich geständig. "Ich habe das Auto erst kurz vorher gekauft", meinte er. "Haben Sie gemerkt, dass die Bremsen nicht ganz in Ordnung sind?", fragte der Richter nach. "Ja", gab der Befragte zu. Zunächst ging alles gut, aber als er dann bergab fuhr, kam es zu dem Unglück.
Geschwindigkeit. Zu hohe Geschwindigkeit und ein zu hoher Gang waren ausschlaggebend für den Unfall, so der Verkehrssachverständige. Hätte der Angeklagte früher zurückgeschaltet, hätte er das Fahrzeug vermutlich wieder in den Griff bekommen. "Sie haben nicht gebremst sondern den Lkw fröhlich den Berg runtergelassen, und beim Gefahrenbereich war es zu spät zum Zurückschalten", stellte Staatsanwalt Manfred Kammerer fest. "Ich habe mir vorgenommen, dass ich überhaupt nicht mehr fahre", so der Angeklagte.
Geldstrafe. Der 42-Jährige wurde zu einer Geldstrafe von 5.400 Euro sowie einer bedingten Haftstrafe von acht Monaten verurteilt. Er nahm die Strafe an, und da auch der Staatsanwalt einverstanden war, ist das Urteil rechtskräftig.
















