SPÖ sieht sich in Graz wieder "auf dem Weg zur Nr. 1"
Mit 88 Prozent musste er aber aus den eigenen Reihen einige Streichungen hinnehmen.

Foto © APAWalter Ferk
"Auf dem Weg zur Nr. 1" lautete das Motto des Grazer
Wahlparteitags der SPÖ am Freitag. An die Ära von
Langzeit-Bürgermeister Alfred Stingl wieder anzuschließen, lautete
auch quasi der Auftrag der Gäste Landeshauptmann Franz Voves und
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer an Spitzenkandidat Walter Ferk, der
am 20. Jänner 2008 vom Vizebürgermeister zum Stadtoberhaupt
aufsteigen möchte. Mit 88 Prozent musste er aber aus den eigenen
Reihen einige Streichungen hinnehmen.
50 Prozent Frauen.
31 der 241 Delegierten waren mit Ferk an der Spitze nicht
einverstanden. Eine ähnlich hohe Zahl an Streichungen musste nur die
Nummer vier, Überraschungskandidatin Waltraud Haas-Wippel, in Kauf
nehmen. Altenpflegerin Haas-Wippel (47) hat eine theoretische Chance
auf einen Regierungssitz. Betont wurde von Ferk, dass 50 Prozent
Frauen an wählbarer Stelle gelistet seien.
"Nullnummer".
In seiner Rede beschäftigte sich der Spitzenkandidat immer wieder
mit dem amtierenden ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl, den er -
beispielsweise in der Bildungspolitik - als "Nullnummer" bezeichnete.
Offen buhlte er um KPÖ-Stimmen: Er wolle den Wählern - 2003 waren es
immerhin 21 Prozent - "ein Angebot" machen: Denn die SPÖ besitze die
"Kernkompetenz", wenn es um Fragen der sozialen Gerechtigkeit gehe,
die KP habe sich u.a. im Wohnungsreferat nur als "Verwalterin"
erwiesen.
SPÖ-Team.
An der Spitze des SPÖ-Teams werden neben Ferk der amtierende
Finanzstadtrat Wolfgang Riedler und Landesparteigeschäftsführerin
Elke Edlinger - sie folgt der ausscheidenden Stadträtin und früheren
Ferk-Kontrahentin Tatjana Kaltenbeck-Michl nach - in die "heiße
Phase" des Wahlkampfs ziehen.

















