In Semriach ist der Bär los
14-jähriger Bub glaubt einen Bären gesehen zu haben. Experten werten nun die Spuren aus. Bislang liegen aber noch keine Ergebnisse vor.
Die Nachricht über einen angeblich gesichteten Bären, versetzte den Ort Semriach im Bezirk Graz-Umgebung in helle Aufregung. Ein 14-jähriger Bub behauptet, bei einem Fischteich einen Braunbären beobachtet zu haben.
Forellen füttern.
Der Bub wollte Freitagnachmittag am Teich seines Vaters Forellen füttern. Doch er staunte nicht schlecht, als er dabei ein riesiges Tier entdeckte, das versuchte, Forellen aus dem Teich zu fischen. Er war sicher, einen Braunbären gesichtet zu haben, und holte er seinen Vater. Doch da war der vermeintliche Bär bereits wieder verschwunden.
Nicht sicher.
"Hinterlassen hat er 30 tote Forellen", so der zuständige Beamte der Polizeiinspektion Semriach. Im Nachhinein gab der Bub allerdings an, er sei sich nicht mehr sicher, tatsächlich einen Bären gesehen zu haben. Es könne auch ein großer Hund gewesen sein.
Spuren auswerten.
Um das Bären-Krimirätsel zu lösen, wurde der Experte Georg Rauer, Bärenanwalt für Niederösterreich und die Steiermark, zu Rate gezogen. Er wertete sämtliche vorhandene Spuren aus. "Derzeit gibt es aber noch keinen Hinweis, dass es sich um einen Bären gehandelt hat. Die gefundenen Haare sind für Bärenhaare aber eindeutig zu fein," sagt Rauer.
Population zurück gegangen.
In Österreich ist der Bärenbestand stark dezimiert. "Die Population der Bären ist in den letzten Jahren stark zurück gegangen," ist der Experte beunruhigt. DerZuzug von Bärenweibchen aus Slowenien stockt. In Österreich gibt es daher hauptsächlich Männchen. Die wenigen Bären die in Österreich in freier Wildbahn noch übrig sind, findet man in der Umgebung von Mariazell, in Kärnten und an der Grenze von Salzburg und Oberösterreich. Laut Rauer ist es zwar möglich aber eher unwahrscheinlich, dass sich ein Bär nach Graz-Umgebung verirrt hat.
"Wenn es sich aber tatsächlich um einen Bären handelt, wird sich dieser in absehbarer Zeit wieder bemerkbar machen," ist der Bärenanwalt überzeugt.
















