AMS bildet Drogengefährdete zu Eventmanagern aus
Graz: Drittes Lehrgangsjahr startet im September. Bisher gute Resonanz in Wirtschaft und wenige Drop-outs.

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Arbeitsmarktservice einmal anders: Im Zuge eines österreichweit einzigartigen Pilotprojekts bildet das AMS Steiermark - gemeinsam mit der steirischen Wirtschaft und der WIKI Kinderbetreuungs GmbH - suchtgefährdete Jugendliche zu Eventmanagern und Promotion-Assistenten aus. Der achtmonatige Lehrgang startet am 10. September zum dritten Mal. "Steter Tropfen höhlt den Stein", ist WIKI-Geschäftsführer Peter Schwarz überzeugt, dass die Wiedereingliederung suchtkranker Jugendlicher in den geregelten Arbeitsmarkt auch in kleinen Schritten viel bringt.
Projekt. Das Projekt "Anker 1525", das Jugendlichen zwischen 15 und 25 einen Halt in der Gesellschaft geben soll, ist vor zwei Jahren angelaufen. Die Zwischenbilanz liest sich rosig: Bisher konnte zwar erst 24 Jugendlichen ein Ausbildungsplatz angeboten werden, doch der berufliche Erfolg der Absolventen gibt der Initiative Recht: Von den zwölf Kursteilnehmern des ersten Jahrgangs hat immerhin die Hälfte einen fixen Job. Die anderen Absolventen seien entweder freiberuflich beschäftigt, in einem anschließenden Ausbildungsprogramm, in Karenz oder möglicherweise auch bei ihrem Einstiegsversuch in die Berufswelt gescheitert.
Drop-out-Quote. Insgesamt verlaufe das Projekt erfolgreich - die Drop-out-Quote bei der Ausbildung sei äußerst gering. Den jüngsten Lehrgang, der vergangenen Freitag endete, haben zehn Teilnehmer abgeschlossen. "Wir hatten nur drei Ausstiege - trotz der schwierigen Zielgruppe", so die stellvertretende steirische AMS-Geschäftsführerin Herta Kindermann-Wlasak. Zwei Absolventen seien bereits in den Arbeitsmarkt integriert, einer beginne nun eine Lehre als Medienfachmann, die anderen seien noch in der Bewerbungsphase.
Ausbildungsangebote. Voraussetzung für sämtliche Ausbildungsangebote: "Die Jugendlichen sollen wollen", so Schwarz. Die Motivation, etwas verändern zu wollen, ist uns wichtig." Jugendliche, die bereits ein Drogensubstitutionsprogramm durchziehen, sind willkommen.
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Fakten
In den beiden Lehrgängen, die im September starten, werden insgesamt 24 Suchtgefährdete aufgenommen, die wieder auf eigenen Beinen stehen wollen.
















