Betrugsalarm: Anleger verlieren in Dubai Millionen
Steirische Anleger wollten mit Anteilen an Steinbruch in Dubai das große Geld machen und verloren fast 8,6 Millionen Euro. Nun ermittelt der Staatsanwalt wegen Betrugsverdachts.

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Dubai ist die größte Baustelle der Welt. Staatliche und private Firmen werden in den nächsten Jahren ca. 10 Milliarden Euro in immer pompösere Bauvorhaben investieren." Keine Frage, diese Marktanalyse vom März 2005 hat es in sich. Fazit: Wer da in einen Steinbruch investiert, ist ein gemachter Mann. Im Sommer 2007 sind dessen Investoren zerstritten. Statt Gewinne gab es jede Menge Probleme vor Ort und einen mutmaßlichen Gesamtschaden von 8,6 Millionen Euro. Die Staatswanwaltschaft Wiener Neustadt leitete gerichtliche Vorerhebungen wegen des Verdachts auf Veruntreuung bis hin zum schweren Betrug ein.
Broschüre war "erfolgreich". Dabei war zumindest die zitierte Broschüre, die Investoren für den Steinbruch in den Vereinigten Arabischen Emiraten begeistern sollte, ein Erfolg. Mehr als ein halbes Dutzend Financiers, darunter auch ein Steirer und zwei Kärntner, haben ihr Geld in einen Steinbruch im Emirat Ras Al Khaimah gesteckt. Das Investment schmackhaft gemacht hat ihnen ein Klagenfurter Finanzberater, der sich als Zugpferd für die "European Arabian Company" (EAC) einen Wiener Wirtschaftskapazunder geangelt hat. Der Ex-Vorstand eines heimischen Paradekonzerns und Unternehmensberater übernahm als EAC-Aushängeschild den Vorsitz im Board of Directors.
Unternehmer. So stieg auch der obersteirischer Unternehmer in die Firma ein und versenkte 1,14 Millionen Euro. Von der ihm angeblich zugesagten Rendite von 35 Prozent hat er nie einen Cent gesehen. Ein Schicksal, das er mit einem Unterkärntner Unternehmer teilt, der 780.000 Euro investiert hat. Auch dessen Kapital ist weg, von Renditen keine Spur. Heute schüttelt er nur noch den Kopf: "Ich kenne diesen Klagenfurter Finanzberater seit Jahren und habe ihm vertraut. Es hat immer geheißen, wir brauchen noch eine Kapitalaufstockung, dann explodieren die Gewinne."
















