Statistik: Steirer lassen sich Zeit bei Heirat und Kindern
Heiraten und Kinder haben laut Landesstatistik Steiermark nicht gerade Priorität in der grünen Mark. Durch internationale Zuwanderung wurde heuer allerdings ein neuer Bevölkerungshöchststand geschafft.

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Der bisherige Bevölkerungshöchststand in der Steiermark aus dem Jahr 1974 wurde heuer erstmals übertroffen: 1.205.194 Einwohner zählte die Grüne Mark per 1. Juli 2007, ein Plus von rund 0,2 Prozent. Laut Martin Mayer von der Landesstatistik Steiermark ist dies auf eine positive Wanderungsbilanz zurückzuführen. Die Sterbefälle seien leicht angestiegen, die Geburtenraten etwas zurückgegangen, so der Statistiker. Auch beim Heiraten werden die Steirer zögerlicher.
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"Ohne die in den ver-
gangenen Jahrzehnten erfolgte internationale Zuwanderung wäre die Bevölkerungszahl der Steiermark bereits seit 30 Jahren stark rück-
läufig", so Mayer.
Zuwanderung. Hauptsächlich durch internationale Zuwanderung aus den südosteuropäischen Ländern - vor allem nach Graz - hat sich die Einwohnerzahl positiv entwickelt. Laut Mayer sei ein Ende des Zuwachses nicht abzusehen, verzeichne doch auch die steirische Wirtschaft ein überdurchschnittliches Wachstum, was zu etwa 7.000 produktiv Beschäftigten mehr geführt habe. Der landesweite Bevölkerungszuwachs wurde zur Gänze von der gestiegenen Anzahl an Ausländern (2,9 Prozent) getragen. Trotzdem beträgt der Ausländeranteil an der gesamten Wohnbevölkerung in der Steiermark nur 5,8 Prozent und ist nach dem Burgenland weiterhin der schwächste in Österreich.
Geburten. Dass eine Frau mit 39 Jahren ihr bereits zwölftes Kind bekommen hat - wie 2006 geschehen -, wird eine Ausnahme bleiben. Generell sind im Jahr 2006 die Geburten in der Steiermark um 1,6 Prozent zurückgegangen. Auf zehn Frauen kommen 13 Kinder, wobei allerdings jede dritte Frau laut Prognosen überhaupt keine Kinder mehr bekommen möchte. Einer der Hauptgründe dafür ist die sinkende Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter von 20 bis unter 35 Jahren. Und auch die Ausbildung der Mütter ist entscheidend: "Pflichtschulabsolventinnen neigen am ehesten zu traditionellen Familienmustern mit mehr Kindern einerseits und Kindern bereits in jüngeren Jahren andererseits. Frauen mit höherer Ausbildungsstufe schieben Geburten auf," so Mayer.
Vornamen. Bei den Vornamen für die Kleinen - die Spitzenreiter unter den Buben erreichten 2006 ein Gewicht von 5,29 Kilogramm bzw. eine Länge von 60 Zentimetern - rangieren noch immer Lukas und Lena auf den Topplätzen. Stark im Kommen sind aber Tobias, Elias und Alexander - der Kurzaufsteiger Ägidius ist im Fallen begriffen. Bei den Mädchen folgen Leonie und Anna; Jana, Elena oder Vanessa sind auf dem Vormarsch - Adriana ist ganz aus der Wertung gefallen.
Features
Ehen
Den sechstniedrigsten Wert seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es bei den Heiraten. Nur 5.307 Paare wurden 2006 getraut. Der 6.6.2006 mit 77 Hochzeiten war ein Aus-
reißer. 79 Prozent sind Inländer-Ehen, Mischehen machten 18 Prozent aus. Die durchschnittliche Ehe-
dauer bis zur Scheidung beträgt in der Steiermark zwölf Jahre.
















