Uni-Zugang: Erstmals Deutscher Bester bei Aufnahmetest
Platz zwei bis fünf an Med-Uni Graz geht an Österreicher. Noch keine Angaben über Frauenerfolgsquote.
Erstmals hat ein Bewerber aus Deutschland beim Aufnahmetest der Medizin-Universität Graz das beste Resultat erreicht. Das ergab die provisorische Reihungsliste, die die Universität am Freitag veröffentlicht hat. Rang zwei bis fünf nahmen dagegen Österreicher ein. Das endgültige Ergebnis wird - nach einer Einspruchsfrist - am 17. August feststehen. Angaben über die vor dem Test diskutierte Frauenerfolgsquote machte die Uni vorläufig nicht, diese würde erst mit der endgültigen Reihung veröffentlicht.
Bewerber. 639 Bewerber - darunter 517 aus Österreich, 110 aus EU-Staaten und zwölf aus Nicht-EU-Staaten bzw. insgesamt 373 Frauen und 266 Männer - hatten sich am 6. Juli einem Wissenstest über naturwissenschaftliche Grundlagenfächer gestellt. Vergeben wurden insgesamt 300 Studienplätze für Humanmedizin (276) bzw. Zahnmedizin (24). Gemäß der gesetzlich vorgegebenen und von der EU bekämpften Quotenregelung gehen 75 Prozent davon an Bewerber mit österreichischem Reifeprüfungszeugnis, 20 Prozent an Bewerber mit einem Reifezeugnis eines EU-Staats und fünf Prozent an Bewerber aus anderen Ländern.
Erfolgsquote. Vorläufig keine Angaben machte die Uni über die Erfolgsquote von Frauen beim Test. Im Vorjahr hatten Frauen bei den Medizin-Aufnahmetests an allen drei Medizin-Universitäten ein signifikant schlechteres Ergebnis als Männer erreicht. Das Wissenschaftsministerium hat daher für die heurigen Tests die Psychologin Christiane Spiel (Universität Wien) mit einer entsprechenden Untersuchung über die Gründe betraut.
















