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Zuletzt aktualisiert: 04.07.2007 um 12:13 Uhr

Ex-Postler stahl Geld und Handys aus Briefen

Am Mittwoch stand der Steirer wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls in Graz vor Gericht: bedingte Geld- und Haftstrafe.

Rund 5.000 Briefe soll ein ehemaliger Postangestellter gestohlen haben, weil er hoffte, darin Geld zu finden. Oft hatte er Glück, nach eigenen Angaben wanderten bei jedem Versuch zumindest 100 Euro in die eigene Tasche. Am Mittwoch stand er wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls in Graz vor Gericht. Der 32-Jährige wurde zu einer Geld- sowie einer bedingten Haftstrafe verurteilt.

Post. Der Grazer hatte rund zwei Jahre bei der Post gearbeitet. Er bemerkte nach eigenen Angaben, dass seine Kollegen alte Handys, die von ihren Besitzern für "Licht ins Dunkel" gespendet worden waren, entwendeten. "Die waren in eigenen Plastiksäcken, die hat man sofort gesehen", erklärte er vor Gericht. Also bediente er sich auch und nahm zehn Mobiltelefone mit, sagte er vor Gericht.

Bargeld. Dann verfiel er aber auf die Idee, gleich nach Bargeld zu suchen. "Ich bin immer mit ein paar Briefen, von denen ich gedacht hab' es könnte Geld drinnen sein, aufs Klo gegangen", schilderte er. Dort öffnete er "mit dem Postmesser" die Kuverts und entnahm eventuell vorhandenes Bargeld. "Die Briefe hab' ich zerrissen und hinuntergespült", schilderte er die Entsorgung der Poststücke in der Kanalisation.

Beschwerden. Rund zwei Jahre ging das so, ohne das sein Treiben aufflog. Erst als immer mehr Beschwerden von Kunden kamen, reagierte die Post und installierte Kameras. Dabei wurde nicht nur der Angeklagte, sondern auch gleich mehrere seiner Kollegen beim Diebstahl von Briefen ertappt. "Es tut mir Leid, es war ein Blödsinn", meinte der Grazer.

Vertrauensbruch. Staatsanwältin Brigitte Steger sprach von einem "massiven Vertrauensbruch" und forderte eine strenge Bestrafung. Der Beschuldigte wurde zu einer Geldstrafe in der Höhe von 1.800 Euro sowie einer bedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.


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