Sportwoche in Kärnten endete in einem Tohuwabohu
Der Landesschulrat ermittelt: Bub und Mädchen, beide 15, wurden gemeinsam im Bett erwischt. Im Quartier wurde außerdem Alkohol gefunden.

Foto © APA/MusterbildDie Alkohol-Sünder erwartet eine schlechte Betragensnote
Die Sportwoche zweier fünfter Klassen des Bundesrealgymnasiums Körösi in Graz Mitte Juni hat nun ein Nachspiel: In der Klasse und zwischen Lehrern und einigen Eltern hängt der Haussegen schief, der Landesschulrat erhielt eine Beschwerde.
Sportwoche. Fest steht: Bei der Sportwoche am Klopeiner See in Kärnten wurden eine Schülerin und ein Schüler im Bett erwischt, bei einer Razzia Alkoholika sichergestellt. Das Pärchen musste am nächsten Tag nach Hause fahren, die Alko-Sünder allerdings nicht. Über Hintergründe, Vorgänge und wichtige Details freilich gehen die Darstellungen auseinander. "Meine Tochter ist zu ihrem Freund, mit dem sie bereits ein Jahr zusammen ist, weil Schülerinnen in ihrem Zimmer Alkohol getrunken und geraucht haben", schildert der Vater des Mädchens.
Schule. Völlig anders die Schule: Es habe gegen 1.30 Uhr Lärm gegeben, weshalb ein Lehrer kontrolliert und einen anderen Buben am Gang entdeckt habe. "Der hat dann gesagt: ,Es ist nicht so angenehm in meinem Zimmer'", berichtet Schuldirektor Franz Pressler. Daraufhin habe der Lehrer das Pärchen "engumschlungen" im Bett entdeckt. "Die Kinder haben ferngesehen", sagt ein Vater. Laut Landesschulrat sollen die beiden Sex gehabt haben. "Eher unwahrscheinlich", sagt hingegen der Direktor. Bei einer Razzia tags darauf fand man dann Alkohol. Ein Vorwurf, der einem Lehrer auch in einer Beschwerde an den Landesschulrat gemacht wird. Er habe nach Alkohol gerochen. Die Schule dementiert.
Pärchen. Strittig sind auch weitere Ereignisse: Laut Schule wollten die Eltern das Pärchen nicht abholen. "Nein, es gab nur den ganzen Tag Gespräche", sagt ein Vater. Daraufhin haben Lehrer ein Taxi bestellt, das die Schüler zum Bahnhof bringen sollte. Als sich dann eine Mutter doch zum Rücktransport bereit erklärte, wurde das Taxi abbestellt - die Rechnung musste freilich der Schüler aus eigener Tasche bezahlen. Ob er das Geld für das Taxi, das er nicht bestellt hat, zurückbekommt, wird geklärt. Seit die Klasse aus Kärnten zurück ist, herrscht dicke Luft. Der Vater: "Meine Tochter wird gemobbt."
Konsequenzen. "Wir haben uns um eine gütliche Einigung bemüht", betont Direktor Franz Pressler. Allein, das sei gescheitert, jetzt ist der Landesschulrat am Zug. Dort heißt es, man werde die Causa prüfen. Konsequenzen gibt es laut Direktion: Die Alkohol-Sünder werden bei ihrer Betragensnote auf ein "Wenig zufriedenstellend" herabgestuft. Klar ist: Man wird sich bei Maturajubiläen dereinst einiges zu erzählen haben.

















