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Zuletzt aktualisiert: 27.06.2007 um 05:10 Uhr

Annenstraße: Tram ab in den Keller

Ab 2010 sollen Straßenbahnen ab der Babenbergerstraße unterirdisch zum Hauptbahnhof fahren. Annenstraße könnte dann teilweise Fußgängerzone werden.

Foto © APA

Planung und Kalkulation laufen auf Hochtouren, schon nächste Woche will VP-Verkehrsstadtrat Gerhard Rüsch zum Annenstraßen-Gipfel laden, um mit seinen Beamten die Projektdetails zu besprechen. Das im Vorjahr in die Schubladen verräumte Vorhaben der Tram-Unterführung des Bahnhofgürtels ist wieder am Tisch und konkreter denn je. Auch weil es die SPÖ als Bedingung für die Genehmigung des Einkaufszentrums ECE-Stadtgalerie bei Leiner und C&A gestellt hat. Und: Die Einkaufsmeile soll zumindest teilweise zur Fußgängerzone werden.

Fakten

Kommt das Projekt, ist eine der Planungsvari-
anten
, die Annenstraße als Einbahn stadtein-
wärts
zu führen. Stadtauswärts soll dann abschnittsweise eine Fußgängerzone eingerichtet werden.

Die Details: Die Tram-Gleise sollen auf Höhe Babenbergerstraße in die Annenstraße eintauchen und unter dem Bahnhofsgürtel durchgeführt werden. Entgegen ursprünglicher Pläne gibt es keine unterirdische Endstation beim Hauptbahnhof samt Wendegleis, wohl aber eine unterirdischen Schleife zum Bahnhof. Alle Linien fahren dann weiter in die Eggenberger Straße, wo sie nach der Eisenbahnbrücke aus dem "Keller" auftauchen.

Wendegleis. Die Linien 1 und 7 würden weiter zu ihren Endstationen geführt. Für Sechser und Dreier soll das Wendegleis im Bereich der Remise Alte Poststraße entstehen. Die längere Linienführung hätte zwar erhöhte Betriebskosten zur Folge, würde aber auch eine besonders gute Straßenbahnanbindung an die Fachhochschule Joanneum ermöglichen.

Kosten. Das Projekt wird weit über 15 Millionen Euro kosten (die Kalkulation läuft noch). Die Finanzierungsfrage ist offen. Ohne Bund und Land an Bord wird es aber nicht gehen. Das Projekt soll aber die am Limit stehende Bahnhofskreuzung entschärfen (siehe Infobox), was aus Planersicht unverzichtbar ist. Auch weil die geplante ECE-Stadtgalerie spätestens ab 2010 hier noch mehr Autofrequenz verursachen wird.


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