Slowene in Graz verurteilt: 2,2 Mio. Zigaretten geschmuggelt
Der 31-Jährige muss für neun Monate ins Gefängnis.

Foto © APADie Auftragsgeber des Verurteilten wurden noch nicht gefasst
Weil er über zwei Millionen Zigaretten nach
Österreich geschmuggelt hatte, musste sich ein Slowene am Montag im
Grazer Straflandesgericht verantworten. Er hatte die unverzollten
Waren in seinem Lkw verstaut und war bei einer Kontrolle in
Niederösterreich aufgeflogen. Der 31-Jährige wurde rechtskräftig zu
neun Monaten Haft verurteilt.
Slowene war geständig. Bei der Verhandlung war der Slowene umfassend geständig. Anders
dagegen bei seiner ersten Einvernahme: "Er hat uns eine
Märchengeschichte erzählt von einer Bedrohung seiner Familie durch
die Mafia", schilderte Staatsanwalt Heinrich Bubna-Litic. Jetzt
schilderte er allerdings, dass er 1.500 Euro für die Fahrt bekommen
hätte sollen. Dafür transportierte er die Zigaretten zusammen mit
Altpapier in seinem Sattelschlepper. "Die Hintermänner machen
natürlich das große Geschäft", so der Staatsanwalt.
Freiheitsstrafe von neun Monaten. Diese Auftragsgeber konnte oder wollte der Angeklagte aber nur
sehr vage beschreiben, daher wurden sie bis jetzt nicht gefasst. Der
Slowene hat von dem Geld auch nichts gesehen, da erst nach
Ablieferung der Ware bezahlt hätte werden sollen. "Er hat etwas
gemacht, wonach eine große Nachfrage besteht", meinte der Verteidiger
entschuldigend. Für den Angeklagten hat es sich jedenfalls nicht rentiert: Da der
Wert der Zigaretten von der Finanz sehr hoch angesetzt wird, würde
die - so gut wie immer illusorische - Geldstrafe 250.000 Euro
betragen. Tatsächlich kommt die Ersatzfreiheitsstrafe von neun
Monaten zum Tragen. Das Urteil ist rechtskräftig.















