Steirische Feuerwehr zittert um "Hochhaus-Paragraphen"
Land könnte Gesetz kippen, das Brandschutz-Nachrüchtung von Hochhäusern regelt.
THÖRL. Beim Landesfeuerwehrtag, der noch bis Samstag in Thörl stattfindet, wird ein Thema besonders heiß diskutiert: Die steirische Feuerwehr fürchtet , dass die umstrittenen "Hochhaus-Paragraphen" im steirischen Feuerpolizeigesetz bzw. im Baugesetz bald gekippt werden. Diese regeln die Nachrüstung alter Hochhäuser mit vorbeugenden Brandschutzeinrichtungen.
Landesfeuerwehrverband. Der Landesfeuerwehrverband befürchtet jetzt, die Politik könnte dem Druck der "Grazer Initiative Hochhaus-Bewohner" (GIHB) nachgeben und die entsprechenden Gesetze ändern. Die GIHB kämpft bereits seit Jahren gegen die ihrer Meinung nach "radikale Auslegung" des Gesetzes in Graz, durch die Mieter hohe Kosten zu tragen hätten.
Sicherheit. "Das Gesetz dient der Sicherheit der Hochhausbewohner und der Feuerwehrleute", hält Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern fest. Er befürchtet, dass die Streichung des Gesetzes die Rückkehr zu den chaotischen Verhältnissen vor 1976 bedeuten würden, als weder Gemeinden noch Behörden Einfluss auf den Sicherheitsstandard veralteter Hochhäuser hatten. Die hohen Kosten, so die Feuerwehr, entstünden dadurch, dass die Wohnbaugenossenschaften oft unter dem Deckmantel Brandschutz notwendige Reparaturen durchführen und keine Rücklagen dafür gebildet hätten.

















