Sechser kostet 150 Parkplätze
Die Aufregung rund um den "langen Sechser" scheint sich nicht zu legen. Anrainer in der Peterstalstraße klagen über 150 Parkplätze, die ihnen dadurch verloren gehen.

Foto © Stanzer"Langer Sechser": Schon ab Herbst im Einsatz
"Die Parkplatzsituation wird zunehmend unerträglich", klagt eine betroffene Anrainer gegenüber der Kleinen Zeitung. Rund 150 Stellflächen gehen nämlich durch den Bau des langen Sechsers in der Peterstalstraße verloren. Davon sind die Wienerberger-, die Terrassenhaus-, die Maß-Mensch- und GWS-Siedlung betroffen, alles zusammen rund 2500 Personen. "Wir sind natürlich nicht gegen die Tram-Verlängerung, aber wir wissen nicht mehr, wo wir parken sollen - und dem Stadtrat Rüsch ist das egal", so die Anrainerin.
Wohngemeinschaften gefordert.
Der angesprochene VP-Verkehrsstadtrat Gerhard Rüsch hat sich die Situation angesehen, kommt allerdings zu dem Schluss, dass die Wohngemeinschaften selbst gefordert sind. "Die Stadt kann keine Ersatzparkplätze bauen, noch dazu waren die erwähnten Stellflächen ja keine offiziellen Parkplätze." Seiner Meinung nach wäre in den Siedlungen selbst noch Platz, dort Parkplätze zu errichten. "Allerdings hat man damals ja mit einer autofreien Siedlung geworben", weiß Rüsch.
Ab Herbst auf Schiene.
Für die KPÖ ist in erster Linie die Grazer Parkraummanagement Gesellschaft (GPG) zuständig. Leiter Günther Janezic solle mit den Leuten sprechen und nach Ersatzgrundstücken Ausschau halten. "Dort könnten dann Anwohnergaragen beziehungsweise -parkplätze errichtet werden", fordert KPÖ-Klubsekretär Herbert Wippel. "Die GPG muss sich überlegen, wie man den Parkdruck abfängt."
Unabhängig davon wird der lange Sechser bereits im Herbst seine Runden ziehen - nicht erst im Sommer 2008, wie geplant.
















