Spitäler reif für E-Card: Daten werden sicherer
Alle Landesspitäler sind mit Lesegeräten für die E-Card ausgerüstet. Das soll Patienten eindeutig identifizieren, ersetzt Überweisungen aber nicht.

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Seit kurzem sind auch alle Ambulanzen am LKH-Uniklinikum Graz mit Lesegeräten ausgestattet, damit kann nun die E-Card in allen Landesspitälern zur Identifikation von Patienten genützt werden. Dadurch werden organisatorische Abläufe vereinfacht - an die 90 Prozent aller Patienten haben die E-Card schon bisher bei sich, wenn sie ins Krankenhaus kommen.
Sicherheit. "Das erhöht und verbessert die Sicherheit und Verlässlichkeit der Daten", betont Werner Leodolter, Leiter des Unternehmensinformationsmanagements der Krankenanstalten. Allerdings: Eine Überweisung (auch nachträglich) durch einen niedergelassenen Arzt ersetzt die E-Card nicht. Die Spitäler erwarten sich mit der flächendeckenden Einführung des Systems weniger Doppelaufnahmen, "früher ein doch erhebliches Problem", wie Leodolter unterstreicht. Und für Arzt und Patienten bietet die Verwendung der E-Card mehr Information.
Patient. Leodolter schildert ein Beispiel: "Ein Patient namens Mayer war mit zwei verschiedenen Schreibweisen im System gespeichert. Da konnte es vorkommen, dass wichtige Befunde nicht sofort greifbar waren. Jetzt kann mit dem Namen und der Karte sofort die gesamte Krankengeschichte aufgerufen werden." Dazu haben die Krankenanstalten in einem aufwändigen Prozess ihre Datenbestände auf doppel erfasste Patienten hin durchforstet und nach Möglichkeit bereinigt.
System. Integriert wurde das E-Card-System in das Kages-eigene "Open Medocs"-Informationssystem, das in den letzten Jahren eingeführt wurde und die Spitäler untereinander vernetzt. Anfänglich mit viel Skepsis beargwöhnt, hat dieses System mittlerweile über den deutschsprachigen Raum hinaus große Aufmerksamkeit und Interesse erregt: Delegationen aus Kanada und Hongkong haben sich kürzlich darüber in der Steiermark informiert.

















