Stich war einfach Muster-gültig
Michael Stich krönte sich zum Champion der Grazer Champions, Thomas Muster siegte im kleinen Finale.

Foto © GEPAThomas Muster und Goran Ivanisevic
Weil im Sport der Patriotismus ganz weit oben steht und Thomas Muster wegen seiner knappen Niederlage gegen Michael Stich das Finale des heurigen "s Tennis Masters" verpasste, kann man sagen, dass Graz einen würdigen Gewinner hat. Und der heißt nun logischerweise Michael Stich - weil Muster eben gegen den späteren Turniersieger verloren hat . . .
Verdienter Triumph.
Dies ist natürlich nicht der einzige Grund, warum sich der ehemalige Wimbledon-Sieger (1991) den Triumph (übrigens sein erster in der Steiermark) verdient hat. Stich bestach in den vergangenen sechs Tagen durch körperliche Fitness (auch die donnerstägige Hitzeschlacht gegen das ehemalige Konditions-Wunder Muster konnte den baumhohen Deutschen nicht fällen) und spielerische Leichtigkeit. Dies musste auch der Franzose Cedric Pioline im gestrigen Finale, dass Stich mit 6:2, 4:6 und 10:7 für sich entschied, anerkennen.
Zweiter Titel.
Für den 38-jährigen Hamburger war es nach der Algarve 2003 der zweite Titel auf der Champions-Tour. Sein Resümee: "Bei mir ist es immer dasselbe. Wenn ich mich bei einem Turnier wohl fühle, spiele ich mein bestes Tennis. Wenn es mir nicht gefällt, spiele ich auch nicht gut. Der Sieg zeigt, dass ich die Woche in Graz extrem genossen habe."
Ein Happy End.
Im kleinen Finale bekamen die 3000 Fans im Match Muster gegen Goran Ivanisevic einen echten Leckerbissen serviert. Inklusive Happy End aus rot-weiß-roter Sicht, denn der 39-jährige Steirer behielt mit 6:4, 6:4 die Oberhand und schaffte damit bei der Champions-Tour auch bei seinem fünften Antreten in Graz den Sprung unter die Top drei.
Tolles Spiel.
Das Spiel selbst war etwas vom Besten, was die Legenden bisher in der Murmetropole zu bieten hatten. Neben spielerischen Highlights (Muster packte ungewöhnlich viele Asse, sein berüchtigtes Winkelspiel und sogar so manchen Netz-Angriff aus; Ivanisevic kam bei einigen Aufschlägen und Vorhand-Krachern der Lichtgeschwindigkeit verdächtig nahe) strapazierten die beiden Protagonisten auch die Lachmuskeln der Fans. Mätzchen mit Schieds- und Linienrichter sowie untereinander gab's am laufenden Band. Fazit: Wer das Match verpasst hat, ist selber schuld.
Muster zufrieden.
"Wenn ich in meiner Karriere auf der ATP-Tour so viele Asse geschlagen hätte wie heute, dann hätte ich mir viele Kilometer erspart", scherzte Muster, der sich mit seinem Abschneiden in Reininghaus zufrieden zeigte. Die Belohnung: In der Weltrangliste machte der Steirer Boden gut und liegt nun hinter Bruguera und Pioline bereits auf Rang drei. Das Ticket fürs Masters in London ist damit so gut wie fix.
Urlaub.
Gemeinsam mit Freundin Caroline und der Familie von Ivanisevic geht's für Muster nun für ein paar Tage auf Urlaub nach Kroatien. Und 2008? "Da bin ich auf alle Fälle wieder dabei!"
Features
Fotoserie
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Champions-Tour
Finale:
Michael Stich (GER) - Cedric Pioline (FRA) 6:4, 2:6, 10:7
Spiel um Platz drei:
Thomas Muster (AUT) - Goran Ivanisevic (CRO) 6:4, 6:4
ATP-Challenger
Einzel-Finale:
Victor Hanescu (ROM) - Leonardo Mayer (ARG) 7:6, 6:2
Doppel-Finale:
Decoud/Schukin (ARG/RUS) - Chardy/Rusevski (FRA/MKD) 3:6, 6:3, 10:7
Fotoserie
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"s TENNIS MASTERS"
- Termin: 11. bis 18. August
- Spielort: Reininghaus-Gründe
- Gruppe A: Thomas Muster, Michael Stich, Pat Cash, Car-Uwe Steeb
- Gruppe B: Sergi Bruguera, Goran Ivanisevic, Cedric Pioline, Magnus Gustaffson
- Challenger (21.250 Euro+H) u. a. mit Oliver Marach, Daniel Köllerer, Martin Fischer
- Ticket-Hotline: 01/96 0 96


















