LKH-West: Chefarzt wirft das Handtuch
Chirurgie-Primar Peter Steindorfer ist als ärztlicher Direktor des LKH Graz-West zurückgetreten. Interner Streit als Grund wird dementiert.

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Der Abgang soll, berichten Teilnehmer, emotional gewesen sein, der Betroffene selbst wollte dazu aber nicht Stellung nehmen. Fest steht jedenfalls: Chirurgie-Primar Peter Steindorfer ist als ärztlicher Direktor des LKH Graz-West am Donnerstag zurückgetreten, bleibt aber Chef der Allgemeinchirurgie.
Direktor. "Das ist richtig, wir wurden davon informiert", bestätigt Christian Kehrer, Personalvorstand der Krankenanstalten (Kages). Vorerst übernehme Steindorfers Stellvertreter, Intensiv-Chef Heribert Walch, die Aufgabe als ärztlicher Direktor. Noch sei nicht entschieden, ob es eine Ausschreibung geben oder man sich hausintern über die Nachfolge einig werde.
Abgang. Rund um den überraschenden Abgang Steindorfers gibt es eine Reihe von Spekulationen: So soll es eine Art von Richtungsstreit über die zukünftige Ausrichtung des Landesspitales mit Pflege- und Betriebsdirektoren gegeben haben, die das LKH Graz-West stärker in Richtung "Wellness" entwickeln wollten. Sowohl Pflegechef Paul Furlan als auch Verwaltungschef Siegfried Fortmüller dementieren energisch, dass es einen solchen Konflikt gegeben habe: "Wir haben einen Auftrag entsprechend dem Gesetz zu erfüllen und uns in die Planung des medizinischen Angebots und der Versorgungsstruktur durch die Krankenanstaltengesellschaft einzupassen."
Rücktritt. Mit ein Auslöser für den Rücktritt Steindorfers, der das LKH Graz-West seit der Inbetriebnahme 2001 als Chefarzt geleitet hat, soll sein, dass im Bereich der Chirurgie eine Abteilung für Gefäßchirurgie eingerichtet wird. Den Chefposten dieses Departements mussten die Krankenanstalten nun abermals ausgeschrieben, nachdem sich ein erster Leiter relativ rasch wieder verabschiedet hat. Anlass für diesen vorzeitigen Abgang sollen Kompetenzstreitigkeiten gewesen sein - aber auch das wird hochoffiziell dementiert.

















