Diagonale 08: Spielmanns "Revanche" bester Film
Einhelliger Jubel: Götz Spielmanns "Revanche" ist ein echter Kino-Coup, der der Diagonale Ehre macht.

Foto © APAJohannes Krisch und Götz Spielmann (v.l.)
Der Große Diagonale-Preis für den besten Spielfilm
wurde Samstagabend in Graz an Götz Spielmann für seinen Film
"Revanche" verliehen. Zum besten Dokumentarfilm wurde "Halbes Leben"
von Marko Doringer gekürt. Beide Auszeichnungen sind mit je 15.000
Euro sowie diversen Sachpreisen dotiert.
Inhalt.
Der 47-jährige Spielmann zeigt in seinem Streifen das "verbotene"
Pärchen Alex und Tamara - sie eine Prostituierte, er ein Handlanger
des Chefs. Gemeinsam überfallen sie eine Bank, um mit dem Geld
durchzubrennen. Bei der Flucht fällt ein Schuss, Tamara wird
getroffen und stirbt. Die Beute ist für Alex nichts mehr wert und er
macht sich auf den Weg, den Tod seiner Geliebten zu rächen.
Innovatives Kino.
Der Diagonale-Preis für Innovatives Kino wurde geteilt zwischen
"Running Sushi" von Mara Mattuschka und "Vertigo Rush" von Johann
Lurf. Den Preis der Diözese Graz-Seckau für den besten
Kurzdokumentar- oder Kurzspielfilm erhielt Emanuel Danesch für
"livesafelyineurope". Als bester Nachwuchsfilm wurde "Wir bitten
Dich, verführe uns! We beg you to seduce us!" von Carola Schmidt mit
dem Preis der Jugendjury (4.000 Euro) ausgezeichnet. Eine lobende
Erwähnung gab es für die Miniserie "tschuschen:power" von Jakob M.
Erwa.
"Import Export".
Für die beste Bildgestaltung wurden ebenfalls der Spielfilm
"Revanche" (Kamera: Martin Gschlacht") und der Dokumentarfilm "Der
Weg nach Mekka" (Kamera: Joerg Burger) preisgekrönt. Für den Schnitt
erhielten der Spielfilm "Import Export" und die Dokumentation "drent
und herent" den Diagonale-Preis des Verbandes Film- und Videoschnitt.
"Pony".
Der Carl-Mayer-Drehbuchpreis der Stadt Graz wurde ebenfalls am
Samstag verliehen: Der Hauptpreis in der Höhe von 14.500 Euro ging an
Markus Mörth für "Pony", der Förderungspreis (7.200 Euro) wurde in
diesem Jahr nicht vergeben, da "das Potenzial für einen Kinofilm
offensichtlich sein sollte". Für das nächste Jahr erhoffe sich die
Jury wieder "besser durchdachte und ausgearbeitete Stoffe". Der
Würdigungspreis des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und
Kultur in der Höhe von 16.600 Euro erging an Peter Röhsler - der
Förderungspreis (7.300 Euro) an Dariusz Krzeczek und Martina
Kudlacek.
"South of Pico".
Der Thomas Pluch Drehbuchpreis (11.000 Euro) erhielt Ernst Gossner
für das Drehbuch zu "South Of Pico". Der Förderpreise für die beiden
besten Drehbücher von Nachwuchsautoren in der Höhe von jeweils 5.500
Euro ergingen an Lukas Miko für "Das gefrorene Meer" sowie Libertad
Hackl und Lena Kammermeier für "Bleiben will ich, wo ich nie gewesen
bin".
Features
Preisträger-Filme
Sonntag im UCI Annenhof (20 Uhr Spielfilm, anschließend Innovatives, Nachwuchsfilm, Diözesan-Preis, 21 Uhr Publikumspreis), Schubertkino (20 Uhr Dokumentarfilm).
Schluss-Fest: Postgarage ab 23 Uhr
Publikumspreis
Den Publikumspreis der Kleinen Zeitung (dotiert mit 3.000 Euro) geht an "Sneaker Stories" von Katharina Weingartner.
Fotoserien
Diagonale
Das Festival des Österreichischen Films fand vom 1. bis zum 6. April statt.


















