Verfrühtes Exil in den Containern
Ärger bei Elternschaft der Volksschule St. Peter: Im Herbst zogen Schüler in Containerklassen um. Bauarbeiten lassen aber bis heute warten.

Foto © Sabine Hoffmann
Es ist ja nicht so, dass man mit dem gebotenen Komfort im Exil in den Containerklassen gar so unzufrieden wäre. Trotzdem schütteln manche Eltern den Kopf. Da marschierte man mit der damaligen Schulstadträtin Sonja Grabner am 18. Juni vorigen Jahres bei der Volksschule St. Peter auf, um den Spatenstich zu begehen. In den Sommerferien wurden dann die Container aufgestellt, in denen mit Schulbeginn im September Schülerinnen und Schüler einzogen. Von Bauarbeiten für den 5,7 Millionen Euro teuren Zubau ist aber bis heute nichts zu sehen gewesen.
"Der eigentliche Baubeginn war immer für den Februar heurigen Jahres vorgesehen", heißt es dazu unisono im Büro des neuen Schulstadtrates Detlev Eisel-Eiselsberg und bei Geschäftsführer Günter Hirner von der Grazer Immobilien Gesellschaft GBG, die im Auftrag der Stadt Graz das Bauvorhaben abwickelt. Warum dann die verfrühte Übersiedlung in die Container? "Für die Aufstellung der 43 Container musste ein 40-Tonnen-Kran dort auffahren. Und das wäre während der Schulzeit wegen der Anwesenheit der Schüler zu gefährlich gewesen. Und die Zeit der Semesterferien wäre für die Aufstellung zu knapp gewesen", erklärt man im Büro des Schulstadtrates. Außerdem hätten sich die Sommerferien für die Übersiedlung des Schulequipments besser geeignet. Deswegen werde jetzt schon dort unterrichtet.
Eine leichte Verzögerung beim Baubeginn sei jetzt noch durch eine Unklarheit im Vergabeverfahren eingetreten, berichtet GBG-Chef Hirner: "In Kürze werden aber definitiv die Bauarbeiten starten." Begonnen wird übrigens mit dem Abbruch der Nebengebäude, die dem Zubau weichen müssen.
















