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Zuletzt aktualisiert: 03.02.2013 um 05:15 UhrKommentare

Marco Angelini: "Ich bin in Graz verliebt"

Neue Single, neuer Musikstil, neue Hoffnung: "Dr. Pop" Marco Angelini über seine neue Single, seine treu ergebenen Fans und die Gemeinsamkeiten von Musik und Medizin.

Zwei Jahre nach DSDS: Marco Angelini will mit Pop, Schlager und deutschen Texten neu durchstarten. Die erste Single ist schon auf dem Markt

Foto © LANGE/2DAY RECORDS Zwei Jahre nach DSDS: Marco Angelini will mit Pop, Schlager und deutschen Texten neu durchstarten. Die erste Single ist schon auf dem Markt

Herr Angelini, gerade sind Sie in Deutschland unterwegs, um ihre neue Single zu promoten - wie läuft es denn so?

MARCO ANGELINI: Sehr gut. Im Moment bin ich irgendwo zwischen Berlin und München, wo ich meinen nächsten Auftritt haben werde. Das ist meine erste Tournee - wir waren in Wien, Frankfurt, Wiesbaden, Heidelberg, Jena und Leipzig. Nach München kommt Hamburg, und Dreharbeiten mit RTL Luxemburg.

Nach der Rockband "Black Balloon" und den vielseitigen Auftritten bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) sind sie jetzt also beim Schlagerpop angekommen?

ANGELINI: Angekommen kann man nicht sagen: Die Musik auf meinem Album, das im Sommer erscheint, wird bunt gemischt. Bei DSDS hat man mir vorgeworfen, dass ich nicht wüsste, wohin ich musikalisch will - aber genau das will ich beibehalten, ich möchte es zu meinem Markenzeichen machen. Fix ist nur, dass ich deutschsprachig singe.

Warum die deutsche Sprache?

ANGELINI: Es ist ehrlicher, wenn man in seiner eigenen Sprache singt. Die Menschen spüren das.

Im Video spielt Senta-Sofia Delliponti, die Schauspielerin aus "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", mit. Wie kam es dazu?

ANGELINI: Über mein Plattenlabel. Es war ja mein erstes Video, wir haben mitten in Berlin gedreht und ich war ein bisschen nervös. Deshalb war ich irrsinnig froh, mit einem Profi vor der Kamera stehen zu können. Sie hat mir Tipps gegeben und ist überhaupt - im Gegensatz zu ihrer Rolle in der Serie - ein nettes Mädl.

Sie verbringen viel Zeit in Berlin, würde es sich hier leben lassen?

ANGELINI: Die Großstadt ist schon sehr reizvoll, ich könnte mir durchaus vorstellen, für ein Jahr herzuziehen, das wäre für die Kreativität auch nicht schlecht. Aber auf keinen Fall für immer - ich bin sehr heimatverbunden, und in Graz bin ich verliebt.

Sie haben unglaublich treue Fans, auch wenn Sie bisher erst zwei Singles veröffentlicht haben.

ANGELINI: Ich bin dafür extrem dankbar. Die Fans geben mir viel Kraft, sind auch bei den Votings immer aktiv. Ich halte ständig Kontakt mit ihnen, zum Beispiel über meine Facebook-Seite oder bei den Autogrammstunden, die auch gerne länger dauern dürfen.

Werden Sie öfters auf der Straße angesprochen?

ANGELINI: Ja, daheim natürlich öfter als in Deutschland. Ich wundere mich oft über das gute Gedächtnis der Leute - die Show ist doch schon zwei Jahre her. Ich bin der Letzte, der Nein sagt, wenn ich nett um ein Autogramm gebeten werde. Das Einzige, das nervt, sind Leute, die einen beim Essen ungefragt fotografieren.

Wie fühlt sich das eigentlich an, ein Mädchenschwarm zu sein, als Poster über dem Bett zu hängen?

ANGELINI: Wenn man sich selbst in einer Zeitschrift sieht, fühlt sich das schon unwirklich an. Ich bin da ja reingerutscht. Gerade habe ich mich bei einer Autogrammstunde in einem Elektronikgeschäft in den Top 10 wiedergefunden, nach Psy und Adele. Schon sehr komisch, aber cool.

Und wie geht Ihre Freundin damit um, dass sie ständig von anderen Frauen umschwärmt sind?

ANGELINI: Das war anfangs für beide Partner nicht einfach. Aber wir reden sehr viel über die Situation, reden hilft.

Würden Sie noch einmal bei DSDS mitmachen?

ANGELINI: Auf jeden Fall. Es gibt keine andere Möglichkeit, einen solchen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Und ich habe viel über das Musikbusiness dazugelernt.

Und auch, Kritik einzustecken? Dieter Bohlen ist gegen Ende der Show ja nicht gerade zimperlich mit Ihnen umgegangen.

ANGELINI: Man lernt, damit umzugehen und das zu akzeptieren - und auch abzuschätzen, ob die Kritik berechtigt war oder nicht. Ich bin jetzt im Reinen damit.

Was würden Sie jemandem raten, der an einer Castingshow teilnimmt?

ANGELINI: Man darf keine falschen Vorstellungen davon haben und sich fragen, warum man das will. Das ist nur ein Sprungbrett, nicht mehr. Wenn man wie ich als gefestigte Persönlichkeit hineingeht, gibt es am Ende kein böses Erwachen. Und: Nicht aufgeben, immer weitermachen!

Letztes Jahr haben Sie ihr Medizinstudium abgeschlossen - den Turnus auch?

ANGELINI: Nein, für den Turnus habe ich gerade meine Bewerbung abgeschickt. Das kann noch dauern, aber bis es so weit ist, nutze ich eben die Zeit für meine Musik. Ich lese nebenbei medizinische Fachbücher, um nichts zu vergessen.

Gibt es für Sie Gemeinsamkeiten zwischen Medizin und Musik?

ANGELINI: Beide haben mit dem Umgang mit Menschen zu tun, das ist meine Stärke. Das Soziale ist mir wichtig.

INTERVIEW: NINA MÜLLER

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