Autor Robert Schindel ginge "auf jeden Fall"
Falls der schwelende Streit um die Führung des renommierten deutschen Suhrkamp Verlags zugunsten des Minderheitsgesellschafters Hans Barlach entschieden wird, droht ein Exodus der österreichischen Autoren.

Foto © APARobert Schindel
Nachdem sich Peter Handke in der Wochenzeitung "Die Zeit" entschieden gegen Barlach gewendet hatte ("Ein Abgrundböser. Ein Unhold."), bezogen am Donnerstagabend in der ORF-Nachrichtensendung "Zeit im Bild 2" auch Robert Schindel und Josef Winkler klar Position.
"Das ist ja ein illiterarischer Mensch, das ist ein Geldmacher, ein Money-Maker. Das Psychologische ist, dass er, glaube ich, zu wenig beachtet wurde. Als stiller Teilhaber, als stiller Gesellschafter sollte er nach Auffassung der Verlegerin (Ulla Unseld-Berkewicz, Anm.) auch wirklich still sein", äußerte sich Robert Schindel in dem Beitrag über Hans Barlach. "Wir werden sicher alle gehen. Vielleicht wird es einen oder zwei geben, die glauben, dass sie dann halt ein bisschen mehr Raum haben, aber im Wesentlichen werden alle gehen. Ich gehe auf jeden Fall."
"Wenn man prinzipiell den ganzen Verlag noch mehr kommerzialisieren möchte, dann, glaube ich, werde ich wohl nicht austreten müssen, dann wird man sich wohl von mir mehr oder weniger verabschieden", meinte Büchner-Preisträger Josef Winkler. Und der Grazer Suhrkamp-Jungstar Clemens J. Setz: "Alle tun immer so: Was steckt hinter dem, was führt er im Schilde? Aber das ist ja nicht schwierig: Was wird ein Investor wohl wollen?"

















