Magna schichtet 1800 Mitarbeiter um
1.800 Mitarbeiter fallen künftig unter den Kollektivertrag für Angestellte im Handwerk und Gewerbe. Die Gewerkschaft stimmt der Ausgliederung zu, aber weitreichende Absicherungen der Beschäftigten sind vereinbart.

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GRAZ. In den Verhandlungen über den Umstieg in einen neuen - und für Magna Steyr günstigeren - Kollektivvertrag haben alle Seiten gewonnen. Das Unternehmen, weil die Planung für die Zukunft erleichtert wird, die Gewerkschaft, weil sie gravierende Veränderungen abwehrte, und ein Teil der Belegschaft, weil die Umgliederung keine Einbußen verursacht. Zumindest bis auf einige Jahre hinaus. Die Neuregelung gilt ab Jänner 2013.
Bei Magna zählen, wie schon zu Zeiten, als Frank Stronach und Siegfried Wolf den Konzern führten, die Ergebnisse. Magna Steyr muss die Vorgaben erfüllen. Im August hatte Magna-Europa-Präsident Günther Apfalter aufhorchen lassen, er wollte für Magna Steyr einen günstigeren Kollektivvertrag erreichen (wir berichteten exklusiv). Der Hintergrund waren die Metaller-Lohnverhandlungen ab September, in denen die Industrie Einzelabschlüsse für die sechs Sparten anstrebte. Magna wollte die Zeit für eine Umgliederung eines Teils der Grazer Belegschaft nutzen. Rund 1800 der etwa 6000 in Graz Beschäftigten sollten vom teureren Industrie- in den günstigeren Gewerbe-Kollektivvertrag umgeschichtet werden.
Nach "sehr intensiven Verhandlungen", sagt Karl Proyer von der Gewerkschaft der Privatangestellten, wurde eine Lösung gefunden, "die von der Gewerkschaft respektiert wird". Das Ergebnis wurde gestern in Betriebsversammlungen angenommen. Es sieht vor, dass der Rahmen des Industrie-Kollektivvertrags überwiegend erhalten bleibt, etwa bei Arbeitszeit, Mehrarbeit und Überstunden.
Auch die derzeit gezahlten Gehälter werden "nachhaltig abgesichert", betonen Apfalter und Angestelltenbetriebsrat Johann Neuhold. Die Umstrukturierung ist ein Teil der Initiative zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.













