Neue steirische Rektorin setzt Segel auf Reformkurs
Das neue Rektorenteam der Pädagogischen Hochschule Steiermark wurde offiziell ins Amt eingeführt. Neben Rektorin Messner hat Bildungsministerin Schmied die Amtswürden auch an die Vizerektoren Vogel und Weitlaner übergeben.

Foto © KLZ / KanizajNeue Rektorin Elgrid Messner
Das neue Rektorenteam der Pädagogischen Hochschule (PH) Steiermark wurde am Mittwochnachmittag offiziell ins Amt eingeführt. Neben Rektorin Elgrid Messner hat Bildungsministerin Claudia Schmied (S) die Amtswürden auch an die Vizerektoren Walter Vogel und Regina Weitlaner übergeben. Als ihre wichtigsten Ziele nannte Messner u.a. die Umsetzung der Reform der Lehrerausbildung und die stärkere Vernetzung von Forschung mit Aus-, Fort- und Weiterbildung.
Sie empfinde es "geradezu als Glück", dass gleichzeitig mit ihrem Amtsantritt mit dem Konzept der PädagogInnenausbildung Neu "ein historischer Schritt in Richtung einer weiteren Professionalisierung von Pädagoginnen und Pädagogen gesetzt wurde", so Messner in ihrer Antrittsrede. Mit dem Konzept "wird der Lehrerberuf als Profession angesehen, der die Befähigung besitzt, eine gelingende Beziehung zu unterschiedlichen Schülerinnen und Schülern herzustellen. Die mit dieser Kompetenz einhergehende Aufwertung des Berufs wird sich letztlich auch auf das Lernen unserer Kinder auswirken", zeigte sich die PH-Rektorin überzeugt.
Professionelle Kompetenzen
Um die Pädagogen "qualitätsvoll und zukunftsweisend" zu bilden, seien professionelle Kompetenzen auch an den Hochschulen selbst vonnöten, so Messner. Besonders stolz sei sie daher, dass seit 2007 an der PH Steiermark über 70 berufsfeldbezogene Forschungsprojekte durchgeführt wurde. Sie hätten untersucht, wie Kinder individuell unterschiedlich lernen, in welchem schulischen Rahmen Bildungs- und Erziehungsprozesse gelingen und welche professionellen Kompetenzen Lehrpersonen brauchen. Sie stelle sich der Herausforderung, die PH Steiermark zu leiten, "weil ich meine, dass der von der Bildungspolitik eingeleitete Reformprozess sinnvoll ist".
Die Reform der Lehrerausbildung sei ein Entwicklungsprozess von ca. zehn Jahren, an dessen Ende sich die bestehende Institutionenlandschaft verändert haben wird, betonte Bildungsministerin Schmied in ihrer Rede. Ihr sei besonders wichtig, "dass die Pädagogischen Hochschulen gestärkt in die nächste Entwicklungsphase gehen". Mit Messner sei eine Persönlichkeit an die Spitze der PH Steiermark getreten, die Kompetenzen im Bereich der Wissenschaft und Forschung als auch in innovativen Schulentwicklungsprozessen erworben habe und die Leitung der Hochschule nicht nur als Managementfunktion verstehe, "sondern auch als Entwicklungsauftrag für die Institution und für die Ausbildung". "Du hast mein vollstes Vertrauen", schloss die Ministerin.
Elgrid Messner (geb. 1956 in Güssing) absolvierte die Lehramtsstudium für Deutsch und Englisch in Graz sowie das Doktoratsstudium Pädagogik an der Uni Klagenfurt. Sie war mehrere Jahre BHS-Lehrerin und 16 Jahre Koordinatorin der steirischen Neuen Mittelschulen im Schulverbund Graz-West. Seit 2007 leitete sie das Institut für Forschung, Wissenstransfer und Innovation an der PH Steiermark.


















